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Der Beitrag Fabeln erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>In diesem Beitrag stelle ich euch Ideen zur Durchführung einer Fabelreihe in Klasse 6 vor. Die Reihe führt auf den Klassenarbeitstyp 4a (Analysierendes Schreiben) oder Typ 5 (Überarbeitendes Schreiben) hin (vgl. KLP Sek I NRW, S. 40).
Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.
Mithilfe von Bildern und/oder Begriffen wird das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktiviert. Sie kommen darüber ins Gespräch, um welches Thema es sich handeln könnte sowie erzählen von bereits bekannten Fabeltieren und Fabeln. Anschließend wird eine ausgesuchte Fabel gemeinsam gelesen und über deren Verständnis gesprochen. Die Überleitung zur nächsten Einheit besteht darin, herausfinden zu wollen, um welche Textsorte es sich genau handelt oder – falls der Begriff ,Fabel‘ bereits benannt wurde – die Merkmale von Fabeln kennenzulernen.
2. Fabelmerkmale kennenlernen und anwenden
Mithilfe eines Überblickstextes zum Aufbau von Fabeln (selbst erstellen oder in Arbeitsheften finden) werden sowohl inhaltliche Aspekte von Fabelmerkmalen vermittelt, das Leseverstehen trainiert als auch Lesemethoden eingeübt (unbekannte Wörter nachschlagen, Schlüsselstellen unterstreichen, Überschriften finden/Randnotizen machen). Die Lehrperson demonstriert dabei die jeweilige Strategie, die Lernenden wenden diese am Rest des Textes an. Es folgt eine ausführliche Besprechung der Ergebnisse. Bei komplexen Texten mit unbekannten Wötern kann prima der Umgang mit digitalen (Synonym)Wörterbüchern eingeübt werden (z. B. Open Thesaurus).
3. Fabelautoren kennenlernen
Lernende recherchieren Kurzbiografien für eine Präsentation zu verschiedenen Fabelautoren (z. B. Äsop, Phädrus, Luther, Lessing etc.) und erstellen anschließend eine Abfrage dazu. Diese kann beispielsweise mit Learning Snacks oder Kahoot oder auch analog erstellt werden. Bereitet die Lehrkraft die Kurzbiografien vor, so können auch Lückentexte zur Selbstabfrage mithilfe von H5P oder Educaplay kreiert werden. Ziel ist es, anhand der Fabelautoren die Funktion der Fabel im Wandel der Zeit zu thematisieren.
4. Chakatereigenschaften von Fabeltieren untersuchen
Anhand unterschiedlicher Fabeln aus Deutschbüchern oder dem Netz werden Charaktereigenschaften von Fabeltieren (als Menschentypen) untersucht. Zunächst wird ein passender thematischer Wortschatz vermittelt. Dazu eigent sich beispielsweise die Stapel-Lege-Methode. Dabei ist auf unterschiedlichen Kärtchen, die jeder Lernende bekommt, eine Charaktereigenschaft vermerkt. Auf der Rückseite kann sich die Erklärung des Wortes befinden. Die Schülerinnen und Schüler ordnen jeweils die Wörter auf Stapeln nach bekannt (und kann es erklären), bekannt (aber kann es nicht erklären) und unbekannt. Im Austausch mit einem Nachbarn oder durch Umdrehen klären sie die Wortbedeutungen. Die Karten können häufiger in der Reihe eingesetzt werden, um einen Fortschritt der einzelnen Kinder sichtbar zu machen.
Eine abgespeckte Variante der Stapel-Lege-Methode ergibt sich durch Einkreisen der entsprechenden Wörter, die sich auf einem Arbeitsblatt befinden, mit unterschiedichen Farben. Unbekannte Wörter werden in Wörterbüchern nachgeschlagen, mit einem Partner verglichen und im Plenum besprochen.
Exkurs: Die Zeichensetzung der wörtlichen Rede wird wiederholt. Die Schülerinnen und Schüler ergänzen dabei die wörtliche Rede in Fabeln auf vorbereiteten Arbeitsblättern.
5. Das Epimythion verstehen
Schülerinnen und Schülern lernen unterschiedliche Lehrsätze (Epimythion) von Fabeln kennen, erklären sie und stellen diese inhatlich mit Beispielen aus ihrer Lebenswelt vor. Anschließend ergänzen sie eigene Lehrsätze zu Fabeln und begründen ihre Wahl (mündliche sowie schriftlich).
6. Eine Fabel zu Bildern schreiben
Mithilfe von vorgegebenen Bildern (finden sich in Deutschbüchern oder Arbeitsheften) verschriftlichen die Lernenden eine Fabel nach gemeinsam erarbeiteten (inhaltlichen sowie sprachlichen) Kriterien. Als Hilfestellung dient ein Padlet, das den Kindern durch einen QR-Code zugänglich gemacht wird. Dort werden in der Spaltenansicht zu den einzelnen Bildern Formulierungshilfen angegeben. Das Padlet kann, muss aber natürich nicht von den Lernenden genutzt werden.
7. Ein Buddy Book erstellen
Abschließend erstellen die Schülerinnen und Schüler ein Buddy Book, auf dem sie individuell die wichtigsten Aspekte zu Fabeln festhalten und mit kreativen Merkhilfen versehen. Die Themen, die im Buddy Book enthalten sein sollten, werden vorher gemeinsam an der Tafel gesammelt. Bei der Erstellung orientieren sich die Lernenden an Tafelbildern oder dem Deutschbuch. Wie man ein Buddy Book faltet, wird in diesem Video demonstriert.
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]]>Der Beitrag Märchen erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>In diesem Beitrag findet ihr Ideen zum Thema Märchen in Klasse 5. Die Reihe führt entweder zum Klassenarbeitstyp 4a/b (Analysierendes Schreiben) oder 6 (Produktionsorientiertes Schreiben: Texte nach Textmustern verfassen, umschreiben oder fortsetzen) hin. Dies wird durch die Akzentuierung der Reihe individuell gesteuert, in diesem Beitrag aber nicht weiter explizit ausgeführt. Zum Kernlehrplan Sek I NRW geht es hier, die Aufgabentypen befinden sich auf Seite 40. Weiterhin kann die Reihe flexibel mit Material aus unterschiedlichen Themenheften, Schulbüchern oder Online-Quellen gestaltet werden. Diese werden nicht einzeln benannt, es wird lediglich eine mögliche Vorgehensweise aufgezeigt. Viel Spaß!
Disclaimer: Wie immer sind die einzelnen Vorschläge als unabgeschlossen und nicht absolut zu verstehen.
Als Einstieg zur Reaktivierung und Anknüpfung an das Vorwissen der Lernenden bietet ein Schüttelmärchen einen Gesprächsanlass. Ein Schüttelmärchen ist ein Text, den man entweder selber zusammenstellt oder als Vorlage auch in Handreichungen oder dem Netz findet (hier ein Beispiel, im Netz befinden sich noch mehr), bei dem Motive und Textteile aus unterschiedlichen Märchen zu einem neuen Text/Märchen zusammengefügt werden. Die Schülerinnen und Schüler lesen den Text, unterstreichen bekannte Stellen und ordnen diese den ihnen bereits bekannten Märchen zu. Im Plenum werden die Ergebnisse gesichert und über die enthaltenen Märchen, weitere Märchen und Leseerfahrungen gesprochen.
2. Typisch Märchen?! Märchenmerkmale kennenlernen
Mithilfe verschiedener Märchen (Auswahl kann von Lehrkraft selbst getroffen werden) erarbeiten die Lernenden Märchenmerkmale, z. B. mithilfe eines Stationenlaufes. Auch hier lohnt sich eine Suche im Netz, aber natürlich werden diese Merkmale in den Deutschbüchern der Klasse 5 oder Themenheften auch aufgegriffen und erläutert.
3. Märchen aus aller Welt / Moderne Märchen
In Kleingruppen oder auch in Einzel- oder Partnerarbeit können neue Texte auf die erarbeiteten Märchenmale hin unterucht und in Kleingruppen oder dem Plenum vorgestellt werden. An dieser Stelle ist es eine schöne Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler Märchen aus unterscheidlichen Kulturkreisen (z. B. angeleht an die eigene familiäre Geschichte) oder auch modernere Märchen vorstellen. Je nach Schwieirgkeit des Textes entsteht so eine Differenzierung. Die Ergebnisse werden beispielsweise in einem Galleriegang präsentiert, das kann auch mithilfe von digitalen Präsentationen passieren.
4. Märchenverfilmungen untersuchen
Je nach Zeit und Stärke der Lerngruppe werden Verfilmungen von klassischen Märchen unter die Lupe genommen. Diese vergleicht man entwerder mit dem Text oder erarbeitet auch an ausgewählten Szenen Merkmale des filmischen Erzählens. Unter der Eingabe entsprechender Stichwörter in eure Lieblingssuchmaschine findet ihr Material zu Mermalen filmischen Erzählens, die auch für die Erprobungsstufe geeignet sind.
5. Märchen (weiter)schreiben, Leerstellen füllen
Als produktionsoriente Aufgaben können die Schülerinnen und Schüler fehlende Textteile in Märchen sinnvoll ergänzen (z. B. den Schluss) oder auch Leerstellen zur Übernahme von Figurenperspektiven füllen. Hier gilt es als Lehrkraft, geeigente Stellen in den Märchen ausfindig zu machen. Die eigenen Texte können auch als Audiodatei von den einzelnen Schülern aufgenommen, in eine gemeinsame Lernumgebung hochgeladen und anschließend angehört werden. Das ausdrucksstarke Vorlesen sowie die Hörverstehenskompetenz werden dadurch trainiert.
6. (Märchen)Texte überarbeiten
Den Schülerinnen und Schülern werden Märchentexte präsentiert, die nicht alle klassischen Märchenmerkmale aufweisen, z. B. sind die typischen Märchenzahlen nicht vorhanden oder die Eingangsformel oder das Tempus stimmt nicht etc. Die Texte sind so zu überarbeiten, dass die Textmerkmale nach der Überarbeitung einem typischen Märchen entsprechen.
7. Ein Märchenbuch gestalten
Mithilfe des Book Creators erstellen die Lernenden ein individuelles Märchenbuch und dokumentieren damit ihren Lernfortschritt sowie auch kreativ-produktionsorientierte Gestaltungsaufgaben. Das Märchenbuch kann als fortlaufendes Projekt während der Reihe angelegt sein oder auch am Ende der Reihe gestaltet werden. Es ist zudem möglich, Pflicht- und Zusatzaufgaben bei der Erstellung des Märchenbuches vorzugeben. Insgesamt sollte jedoch genug Zeit für die Erstellung eines solchen Buches eingeplant werden.
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]]>Der Beitrag Der Trafikant erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>In diesem Beitrag werden Unterrichtsideen zu Robert Seethalers ,,Der Trafikant“ vorgestellt. Der Roman ist in NRW im Grundkurs für die Abiturjahrgänge 2022 sowie 2023 Pflichtlektüre. Viel Spaß!
Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.
Individuelle Lektüre
Seethalers Roman ist sprachlich gut zugänglich, sodass es sich anbietet, diesen über einen festgelegten Zeitraum von den Schülerinnen und Schülern selbstständig lesen zu lassen. Kommen für diesen Zeitraum nicht unbedingt die Ferien infrage, so können zunächst der historische Hintergrund sowie eine Themenerschließung in den Blick genommen werden, was in den folgenden Abschnitten erläutert wird. In diesem Beitrag habe ich weitere Ideen zum Umgang mit Ganzschriften (Leseprozess) zusammengefasst.
Historischer Hintergrund
Mit Hilfe von ausgewählten Sachtexten zum historischen Hintergrund des Krieges und der Situation Österreichs (finden sich in Handreichungen zum literarischen Text, können aber auch im Netz gefunden werden) erarbeiten die Lernenden sich ein Wissen zu den historischen Zeitumständen, in denen der Roman spielt. Hier bietet sich ein arbeitsteiliges Verfahren an, bei dem verschiedene Quellen von Gruppen bearbeitet und die Ergebnisse aller Gruppen auf einem Zeitstrahl kollaborativ festgehalten werden (z. B. mit Padlet oder TaskCards). Die Ergebnisse sind so direkt an einem Ort gesichert und werden dann noch mündlich vorgestellt sowie diskutiert.
Themenerschließung
Mit Hilfe von ausgewählten Textstellen, die den Lernenden zur Verfügung gestellt werden, werden thematische Themen des Romans durch die Lernenden erschlossen und in einem Schaubild geordnet. Dazu bietet sich beispielweise FLINGA an, aber auch eine analoge Ordnung auf einem Arbeitsblatt mit einer Sicherung an der analogen oder digitalen Tafel ist möglich. Die Zitate werden erklärt, soweit wie möglich kontextualisiert und geordnet. Eine Positionierung zum Zitat bzw. der gegebenen Aussage rundet die Besprechung ab.
Figurenkonstellationen sowie Figurenanalyse
Im weiteren Verlauf des Unterrichts werden dann verschiedene Figurenbeziehungen, insbesondere auch die Entwicklung von Franz, analysiert, anhand derer unterschiedeliche Themenschwerpunkte und Fragestellungen in den Blick genommen werden können. Dies kann bei einem leistungsstarken Kurs in Form von Gruppenreferaten vorbereitet und präsentiert werden. Die Ergbnisse werden dazu in einem gemeinsamen kollaborativen Arbeitsumfeld (Padlet, TaskCards, andere) gesammelt. Die Erarbeitung und Sammlung der Ergebnisse ist natürlich auch sukzessiv mit der gesamten Klasse möglich, wenn keine Referate erarbeitet werden.
Als übergeordnete Fragestellungen können für alle Beziehungen die Fragen gelten:
Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen x und y? Welche Rolle/Bedeutung/Funktion nimmt x für y (und umgekehrt) ein? Woran wird dies deutlich?
2. Franz und Otto (Lehrer und Lehrling, Arbeitswelt, Medien, Widerstand etc.)
3. Franz und Anezka (erste Liebe, Liebeskummer, sexueller Frühling, Anezkas Beziehungen etc.)
4. Franz und Freud (Freundschaft, Phänomen der Liebe, Psychoanalyse, Emigration etc.)
Die textgebundene Analyse kann durch Sachtexte zu Schwerpunktthemen der Figurenbeziehung (siehe Klammern) ergänzt werden.
Formen des Widerstandes
In einer übergeordeneten Betrachtung werden Formen des Widerstandes und deren Konsequenzen durch unterschiedliche Figuren und Ereignisse im Roman analysiert. Perspektivisch wird ein Vergleich der dort beschriebenen Mechanismen mit aktuellen Widerstandbewegungen in unterschiedlichen politischen Kontexten angestrebt. Dazu werden beispielsweise Zeitungstexte zu (aktuellen) politischen Widerstandsbewegungen herangezogen.
Videos und Film
Folgend verlinke ich einige Videos, die innerhalb der Reihe zum Einsatz kommen könnten.
Literatur to go, Link hier
Trailer zum Film, Link hier
Stark, Der Trafikant, Handlung, Link hier
Den Film (2018) als Verleich zum Buch heranzuziehen und die Umsetzung zu diskutieren, bietet sich natürlich auch an. Den Film findet man als DVD sowie bei Streaming-Plattformen. Weiterhin findet ihr im Netz auch weitere Rezensionen zum Buch sowie zum Film.
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]]>Der Beitrag Die Physiker erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>In diesem Beitrag werden Unterrichtsideen zum Drama ,,Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt vorgestellt. Viel Spaß!
Kurzer Disclaimer: Wie immer sind die vorgestellten Ideen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.
Dürrenmatts ,,Die Physiker“ sowie auch Brechts ,,Leben des Galilei“ sind in dem Themenkomplex Verantwortung der Wissenschaft/Wissenschaftsdrama zu verorten, der in NRW in der EF behandelt wird. Als Klausur kann daher sowohl eine Szenenanalyse (Analyse eines literarischen Textes mit weiterführendem Schreibauftrag) (Aufgabentyp 1A), aber auch eine Sachtextanalyse (mit weiterführendem Schreibauftrag) (Aufgabenart 2A) oder Erörterung eines Sachtextes (in Bezug auf einen literarischen Text) (Aufgabenart 3B) geschrieben werden. Hier der Link zum KLP NRW SEK II, die Auflistung der Aufgabenarten sind auf Seite 46 zu finden. Der Unterricht führt entsprechend auf einen der Klausurtypen hin.
Gemeinsam lesen oder alleine lesen lassen?
Je nach der zur Verfügung gestellten Zeit – meiner Meinung nach – ist bei den Psyikern beides möglich. Liest man den Text etappenweise gemeinsam im Unterricht (laut) jeweils immer mit verteileten Rollen, so können die Elemete der Komik, die in dem Werk entfaltet werden, stärker zum Tragen kommen als bei der häuslichen Einzellektüre. In diesem Beitrag habe ich zudem Überlegungen zum Lesen von Ganzschriften festgehalten.
Themen erschließen, Schwerpunkte setzen
Im Wesentlichen bevorzuge ich eine offene Herangesehensweise an literarische Texte, um vom Verständnis der Schülerinnen und Schüler aus eine Schwerpunktsetzung zu verschiedenen Themen und Aspekten vorzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich nach der Lektüre über ihre Eindrücke zum Drama mündlich aus, sie halten diese stichpunktartig fest. Um aus diesen Eindrücken Schwerpunkte herleiten zu können, bieten sich zwei Varianten an:
Auf Grundlage der Ergebnisse wird dann ein Ausblick auf die nächsten Stunden gegeben. Fragen, die zu einzelnen Bereichen/Schwerpunkten geäußert werden, werden notiert, sodass man im Fortlauf der Reihe auf diese zurückgreifen kann und die Schülerinnen und Schülern durch den Unterricht in die Lage versetzt, diese zu beantworten.
Figuren– und Szenenanalyse
Im besten Fall (meiner Meinung nach) wird der Unterricht durch die Themensetzung so gesteuert, dass die Analyse von einzelnen Szenen Antworten auf Fragen gibt, die sich bei der Formulierung der Eindrücke ergeben haben. Die Eindrücke können auch die Grundlage zur Formulierung von Thesen darstellen, die dann durch die Analyse von Figuren, Dialogen, Szenen untermauert werden. Interessante Schwerpunktsetzungen dabei wären beispielsweise
Dürrenmatt
Die Entwicklung eines Verständnisses zur Bedeutung Dürrenmatts sowie seiner Denkweise und Dramenkonzeption erfolgt durch (eine fragegeleitete) Recherche durch die Schülerinnen und Schüler oder vorgegebenen Quellen. Diese können über ein interaktives Bild (Verlinkungen oder selbst hinzugefügter Text) zur Verfügung gestellt werden. Berücksichtigt werden dabei besonders auch die 21 Punkte zu den Physikern, die sich auch im Anhang des Dramas befinden.
Hier verlinke ich auch einen lohnenswerten Text zu Dürrenmatts 100. Geburtstag.
Wissenschaft heute – Aktutalitätsbezüge herstellen
,,Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ (Die Physiker, S. 85)
Der Frage, welche Bedeutung beispielsweise dieses Zitat heute für die Entwicklung der Welt und Wissenschaft hat, gehen die Lernenden mithilfe von Sachtexten (Zeitungen, Wissenschaftsmagazinen), aber auch Dokumentationen nach. Zwei Dokumentationen, die dafür interessant sind:
ZDF-Doku (2016): Schöne Neue Welt, Link hier
Arte-Doku (2020): ihuman, Link hier (Bitte beachtet, dass die Dokumentationen meist nur einen bestimmten Zeitraum lang verfügbar sind)
Natürlich sollten bei den Dokus immer auch das Storytelling sowie die dahinterliegenden Wertvorstellungen und filmische Umsetzung thematisiert werden.
Perspektivisch werden die Schülerinnen und Schüler durch Berücksichtigung der literarischen Ganzschrift sowie zusätzlichen Materialen dazu in die Lage versetzt, eine begründete Positionierung zu den Fragen vorzunehmen, welche Bezüge sie zum Drama herstellen, wie sie wissenschaftliche Entwicklungen beurteilen und welche Verantwortung von der Wissenschaft her ausgeht.
Rückgriff auf Eindrücke
Abschließend finde ich es gewinnbringend, einen Blick auf die zu Beginn der Reihe vorgenomme Gruppierung von Schwerpunkten und Fragen vorzunehmen, um auf dieser Grundlage gemeinsam den Lernprozess zu reflektieren.
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]]>Der Beitrag Unter der Drachenwand erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Geigers Roman ist in NRW 2022 sowie 2023 Pflichtlektüre im Zentralbitur des Leistungskurses Deutsch. In diesem Beitrag werden daher Unterrichtsideen für eine Reihe vorgestellt. Viel Spaß!
Kurzer Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als abgeschlossen oder absolut zu verstehen.
Über den Roman ins Gespräch kommen – Lesemotivation aufbauen
Bevor der Roman von den Schülerinnen und Schülern (z. B. über die Ferien oder einen anderen Zeitraum) selbstständig gelesen wird, kann bereits ein Einstieg darüber erfolgen, was sie von dem Roman erwarten. Dazu werden das Cover des Buches sowie Zitate aus Rezensionen (von der Lehrkraft ausgewählt) herangezogen, die dazu dienen, sich einen ersten Eindruck über den Roman zu verschaffen. Zudem wird das Buch gemeinsam ,,angelesen“. Eine kollaborative Sammlung der Eindrücke in digitaler Form (z. B. über FLINGA oder Padlet) dient als Gesprächsgrundlage, um beispielsweise Themen und Figuren des Romans kennenzulernen. Im besten Fall wird so eine Lesemotivation für den individuellen Leseprozess aufgebaut.
Den Roman eigenständig lesen – Eindrücke kollaborativ sammeln
Haben die Lernenden die Aufgabe, den Roman bis zu einem festeglegten Datum ganz gelesen haben zu müssen, so ist es ein motivierendes Vorgehen, Etappenziele in Form eines Padlets (Regalansicht) festzuhalten. Die Schülerinnen und Schüler haben dann (anonym) die Möglichkeit, individuelle Leseeindrücke sowie Fragen zu einem bestimmten Abschnitt in einer Spalte festzuhalten. Eindrücke von anderen Mitschülerinnen und Mitschülern motivieren zum weiteren Lesen und der Textauseinandersetzung. Diese können später im Unterricht aufgegriffen werden: So erfolgt beispielsweise am Ende der Reihe eine Reflexion darüber, ob die Lernenden ihre ersten Eindrücke bestätigt fühlen und Fragen, die sie zu Beginn der individuellen Lektüre hatten, nun klären können.
In diesem Artikel habe ich weitere Ideen zum Lesen von Ganzschriften festgehalten.
Anmerkung: Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrages ist es so, dass es bei YouTube nur ein Lernvideo gibt, die sich die Lernenden zur Erschließung des Handlungsverlaufs (Zusammenfassung) anschauen könnten. Das Video verlinke ich hier.
Die Figurenkonstellation erschließen
Mithilfe von FLINGA Whiteboard wird die Figurenkonstellation in Gruppen kollaborativ erarbeitet. Entweder stellt man den Schülerinnen und Schülern ein blankes Whiteboard zur Verfügung oder man bereitet ein Whiteboard vor, auf dem schon Figuren (z. B. auch ,,falsche=zusätzliche“ Figuren) vorgegeben sind. Die Lernenden müssen in Gruppen klären, welche Figuren Teil der Handlung sind und Verbindungen (Pfeile, Texterläterungen) zu anderen Figuren ergänzen. Redundante Figuren werden aus dem Whiteboard gelöscht.
Multiperspektivität und Erzähler:innen untersuchen
Auf der Grundlage der Figurenkonstellation kann zunächst die Frage geklärt werden, aus welcher/welchen Perspektive/n der Roman erzählt wird, wie der Roman generell aufgebaut ist und welchen Effekt dies erzeugt. Die vier Perspektiven (Veit Kolbe, Lore Neff, Kurt Ritler, Georg Meyer ) werden dann näher in den Blick genommen, indem die Figuren arbeitsteilig näher vorgestellt werden bzw. deren Geschichte und Schreibstil an ausgewählten Textstellen nachgezeichnet und analysiert wird. Die Sammlung erfolgt kollaborativ in einem gemeinsamen Padlet, was den Vorteil hat, dass die Arbeitsergebnisse dann schon automatisch für alle an einem Ort gesichert sind. Es schließt sich die Frage an, welche Wirkung die Wahl der Multiperspektivität der Figuren (ohne auktorialen Erzähler) für den gesamten Roman hat.
Figuren(entwicklung) sowie die Bedeutung der Leitmotive untersuchen
Die Ergebnisse von Analysen zu einzelnen Figuren (und deren Entwicklung) oder Leitmotiven (Gewächshaus, Drachenwand) werden stichpunktartig digital festgehalten. Dafür kann Padlet oder das persönliche Lernmanagementsystem genutzt werden. Beispielsweise werden die Hinweise auf die Textstellen zu einem Analyseaspekt von der Lehrkraft in themenbezogenen Spalten hinterlegt, sodass die Schülerinnen und Schüler dort auch direkt ihre Ergebnisse eintragen können.
Erzähltechnik untersuchen
Auszüge aus dem Roman eigenen sich gut, um Fachbegriffe der Erzähltechnik zu wiederholen, erklären und anzuwenden. Dies geschieht beispielsweise mithilfe eines interaktiven Bildes: Ein Auszug eines Textauszuges (oder mehrerer Auszüge) wird als Bild hochgeladen, die Erklärungen zur Erzähltechnik hinter Icons, die auf eine Textstelle verweisen, hinterlegt. Geübt wird (unter Zuhilfenahme des Bildes) selbstständig an anderen Textstellen. Möglich sind auch Zuordnungsaufgaben (Textstelle, Fachbegriff) mit dem Tool FLINGA oder Oncoo. Natürlich sollte die Funktion bzw. Wirkung der eingesetzten Technik im Anschluss diskutiert werden (z. B. Etablieren von Nähe zu den Figuren).
Weitere Artikel zur modernen Erzähltechnik oder eine Zusammenfassung relevanter Begriffe befinden sich auch im Netz, wenn man mithilfe entsprechender Schlagwörter sucht.
Rezensionen im Videoformat
Im Netz befinden sich nicht nur vielfältige schriftliche Rezensionen, sondern auch Rezensionen im Videoformat. Diese bieten Anlass für eine Diskussion im Unterricht, bei dem die Frage im Mittelpunkt steht, ob und inwiefern der Roman als gelungen bezeichnet werden kann. Aus den Videobeiträgen lassen sich z. B. Kategorien zur Beurteilung, ob der Roman lesenswert ist, ableiten. Diese Kriterien könnten aber natürlich auch vor Anschauen der Rezensionen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden, sodass nicht nur inhaltlich Stellung zu den Punkten des Rezensenten genommen wird, sondern auch zu den aufgegriffenen Kriterien. Im Folgenden findet ihr ein Beispiel für eine Videorezension, eine weitere Suche lohnt sich aber bestimmt.
Video: Literatur ist alles: Arno Geiger ,,Unter der Drachenwand“ (Link hier)
Zur Sammlung von Argumenten zu einer Fragestellung (z. B. Beurteilung des Romans) eignet sich auch das digitale Tool Tricider. Diese Sammlung könnte zudem als Grundlage zum Verfassen einer eigenen (Video)Rezension dienen.
Den Autor Arno Geiger im Interview kennenlernen
Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die im Unterricht behandelt werden, lebt Arno Geiger (in Wien) und es existiert Videomaterial von Interviews mit ihm. Dieses ist sicherlich besonders interessant für Schülerinnen und Schüler, da Arno Geiger in diesen über die Entstehung seines Romans, den kreativen Schreibprozess und vieles mehr redet. Ein Video verlinke ich euch folgend inkl. Fragen, die im Video von Arno Geiger beantwortet werden.
Video: MDR Kultur: Arno Geiger: ,,Ein Buch über schmerzhafte Dinge.“ (Link hier)
Das Video kann gemeinsam im Unterricht oder alleine zuhause angeschaut werden (Flipped Classroom), wobei die Antworten individuell dokumentiert/notiert werden. Eine anschließende Diskussion im Plenum greift Gedanken und Erkenntnisse der Lernenden zum Interview auf.
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Photo by Radek Kozák on Unsplash (Das Foto wurde am Mondsee aufgeommen)
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Der Beitrag Unter der Drachenwand erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Der Beitrag Das Haus in der Dorotheenstraße erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>In NRW ist die Novelle im LK zurzeit Pflichtlektüre (2020), sodass ich ich sie auch schon unterrichtet habe. In diesem Beitrag findet ihr daher ein paar Unterrichtsideen. Viel Spaß!
Kurzer Disclaimer: Natürlich sind diese Ausführungen – wie immer – als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.
Mögliches Vorgehen
Da die Novelle sehr überschaubar und die sechs Kapitel entsprechend kurz sind, kann die Novelle im Unterricht gemeinsam gelesen werden. Nach jedem Kapitel beispielsweise wird zunächst Raum für individuelle Eindrücke und Gedanken zum Text gegeben, woran sich eine nähere Betrachtung verschiedener Aspekte, die im Fortgang dieses Beitrages vorgestellt werden, anschließt. Mit Fortschreiten des Lesens ergeben sich dann immer mehr Querbezüge und Vernetzungsmöglichkeiten.
Umgebung Berlins/Teltowkanal
Natürlich handelt es sich um einen fiktionalen Text, bei dem die dargestellte Landschaft nicht mit der Realität übereinstimmen muss, trotzdem kann eine Bildersuche im Internet zu den beschriebenen Orten interessant sein, um die dargestellten Orte und Atmosphären miteinander zu vergleichen.
Die Figur Gottfried Klausen und seine Entwicklung/Analyse des Raums
Wer ist der Protagonist grundsätzlich? Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen ihm und seiner Frau Xenia? Entwicklungen und Verläufe sollen am Text nachgezeichnet und mit Schlussfolgerungen verknüpft werden. Dafür eignen sich sukzessiv aufbauende Einträge in einem Padlet (Regalansicht oder Timeline), die kollaborativ von allen Lernenden bearbeitet und ergänzt werden können. Interessant ist es auch, in welchem Verhältnis der fiktive Raum und der Zustand von Gottfried Klausen stehen. Daher können auch Bilder (z. B. durch eine eigene Suche) diesen Textbelägen zusätzlich zugeordnet werden (ins Padelt hochladen).
Erzähltechnik und -stil
Direkte/indirekte Figurenrede oder der Wechel von Erzählern/Erzählsituationen etc. : Die Novelle eignet sich gut, um Aspekte der Erzähltechnik zu wiederholen und natürlich auch Langes Erzählstil zu kennzeichnen. Beispielsweise kann ein interaktives Bild vorbereitet werden, bei dem ein Textausschnitt als Bild hochgeladen wird. Die eingefügten Icons geben dann Hinweise auf die jeweilige Erzähltechnik (sowie deren Funktion/Wirkung). Eine Übertragung des Gelernten erfolgt an einer anderen Textstelle. Zu einem Tutorial zur Erstellung von interaktiven Bildern geht es hier.
Xenia und Gottfried Klausen
Das Füllen von Leerstellen durch Figurenrede (z. B. als Audioaufnahme) ist interessant, um die Suggestivkraft, die Lange in Bezug auf die Figuren entfaltet, durch die Schülerinnen und Schülern in Worte zu fassen und sich einer Figureninterpretation anzunähern.
Die Rolle des Theaters und Shakespeares Othello
Die Rolle des Theaters und der Figur des Othello für die (Entwicklung der) Figur Gottfried Klausen liefert interessante Untersuchungspunkte. Dazu ist es sinnvoll, sich über den Handlungsverlauf des Stückes von Shakespeare zu informieren. Dies kann als Rechercheauftrag oder aber auch mithilfe eines Videos geschehen.
Das Instanzenmodell nach Freud
Zur Erklärung von Gottfried Klausens Zuständen und seiner Entwicklung kann Freuds Instanzenmodell herangezogen werden. Wenn die Schülerinnen und Schüler dieses schon kennen, eignet sich beispielsweise eine Zeichnung, um wesentliche Aspekte zu wiederholen und auf ausgewählte Textstellen anzuwenden. Wurde eine Zeichnung bisher nicht im Unterricht erstellt, wird man auch bei der Bildersuche im Netz fündig. Auch bei YouTube gibt es mehrere Videos, die sich mit dem Instanzenmodell beschäftigen (Qualität prüfen).
Vergleich von Gottfried Klausen mit Figuren aus anderen Werken
Der Vergleich von Klausen mit anderen literarischen Figuren aus bereits gelesenen Werken erfolgt in einem Padlet spaltenweise (z. B. eine Spalte für eine Figur). Weitere Figuren werden im Laufe der Zeit ergänzt.
Autor/Bewertung von Videos
Zusätzlich denkbar sind die Bewertung von Videos zum Handlungsverlauf (Verlinkung hier) oder aber auch die Vorstellung weiterer Novellen Langes sowie dem Autor in einer Präsentation.
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Bild: Photo by Gabriel de Souza on Unsplash (Das Bild wurde nicht am Teltowkanal aufgenommen, an der sich das fiktionale Haus befindet. Das Bild ähnelt aber Aufnahmen aus der Gegend, die leicht mit der Suchmaschine zu finden sind.)
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Der Beitrag Das Haus in der Dorotheenstraße erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Der Beitrag Barock erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Was kann man zum Barock im Deutschunterricht (mit digitalen Medien) so machen?
In diesem Beitrag findest du erprobte Ideen und Inspirationen zu einer (kurzen) Reihe in der Q-Phase. Viel Spaß!
Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ideen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen. Es wird außerdem nicht zwischen einem Grundkurs und einem Leistungskurs differenziert. Viel Spaß!
Annäherung an die Epoche
a) durch eine Recherche
Durch eine kurze Internetrecherche kann eine Annäherung an die Epoche geschehen, die nicht nur Literatur, sondern auch Architektur, Kunst allgemein usw. umfasst. Im Zuge der Internetrecherche können dann Aspekte der Medienkompetenz trainiert werden, z. B. Wie erkenne ich eine seriöse Internetquelle? Welche Nachweise werden auf Plattformen wie Wikipedia angegeben? Ist Wikipedia eine seriöse Quelle?
Aspekte können entweder im Plenum gesammelt oder auch mithilfe einer Präsentation in Gruppen aufbereitet werden. Hier auch noch einmal eine allgemeine Zusammenstellung zum Barock und seiner Lyrik.
b) durch Präsentationen oder Videos
Vorbereitende Präsentationen oder Videos können einen ersten Einblick in die Epoche des Barock geben. Hier findet ihr eine frei verfügbare Präsentation und auch bei YouTube finden sich Videos zu allen Literaturepochen (voher sollte die Qualität des Videos geprüft werden), ein Beispiel dafür findet sich hier.
c) durch ein interaktives Bild
Mithilfe eines interaktiven Bildes können die Lernenden Orientierungswissen zum Barock erarbeiten. Auf einem Bild, das mit Genially durch die Lehrkaft erstellt wird, werden ausgewählte Texte, Bilder und Internetquellen (können auch Videos sein) verlinkt. Dadurch kann über Autoren, die Regelpoetik, Leitmotive und die Zeitumstände informiert werden. Beispielsweise könnten die Quellen einzeln bearbeitet und die TOP 10 zum Barock mit dem Partner festgehalten werden. Eine Sicherung erfolgt im Plenum.
Poetologische Konzepte – Sachtexte erschließen
Sachtexte, z. B. Ausschnitte aus Martin Opitz Buch von der deutschen Poeterey können auch in einem interaktiven Bild mit individuellen Hilfen versehen werden. Dazu lädt man als Ausgangsbild einfach ein Bild von dem entsprechenden Text hoch und versieht diesen mit interaktiven Elementen als Lesehilfe, Reflexionsanlass oder mit einer Aufgabe.
Embleme deuten
Neben Gedichten können auch barocktypische Embleme gedeutet (und mit Gedichten verglichen) werden. Eine Auswahl an Emblemen könnt ihr beispielsweise hier finden.
Gedichte analysieren
Gedichte können in Einzel-, Partner- oder/und Gruppenarbeit analysiert und im Plenum präsentiert und besprochen werden. Für ein kollaboratives Arbeitsverfahren eignet sich auch ein Padlet, an dem alle Personen, die Zugriff darauf haben, (in Präsenz- sowie Distanzphasen) zeitgleich arbeiten können. Besonders attraktiv sind solche Lösungen (z. B. Padlet, CryptPad, Etherpad) auch für den Unterricht, bei dem die Schülerinnen und Schüler nicht die Plätze wechseln dürfen (Stand: November 2020). Hier finden sich zum Beispiel viele Gedichte der Epoche, die sich zur Analyse eignen.
Schriftliche Analysen verfassen oder/und Klausurvorbereitung
Ein Methoden- und Sprachtraining kann erfolgen, indem ein kollaboratives Dokument erstellt wird, in dem durch eine schriftliche Analyse geführt und Sprachbausteine als Hilfe vorgegeben werden. Auch epochenbezogenes Vokabular kann dort einfach gesammelt und fortwährend ergänzt werden. Hier findet ihr ein Beispiel für ein solches Gerüst, das mit Padlet kollaborativ erstellt wurde (Passwort: insta).
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Beitragsfoto: Pieter Claesz: Stillleben mit Totenkopf, Folianten, Taschenuhr und erloschener Öllampe, 1630, Öl auf Holz, 39,5 × 56 cm, Mauritshuis, Den Haag, gemeinfrei, zu finden unter diesem Link (20.11.20).
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]]>Wie kann man Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, Ganzschriften selbstständig zu lesen?
Wie kann man ihr erstes Textverstehen zu dieser Ganzschrift fördern?
Ganzschriften (oder Teile davon) selbstständig zu lesen, kann Schülerinnen und Schüler vor Herausforderungen stellen: Texte können als zu lang, (sprachlich) sperrig oder langweilig empfunden werden. Hinzu kommt, dass nicht bei allen Lernenden stabile Lesegewohnheiten etabliert sind, sodass ein ganzes Werk zu lesen für den einen oder anderen eine durchaus größere Hürde darstellt (vgl. JIM-Studie). Im Folgenden findet ihr ein paar Ideen dafür, wie die Lesemotivation und das (erste) Textverstehen gesteigert werden könnten.
Gerade bei sprachlich schwer zugänglichen Texten kann es sinnvoll sein, begleitende Hörbücher einzusetzen und den Lernenden vorzustellen, sodass ein Text simultan gehört und gelesen werden kann. Durch den sinngebenden Ausdruck der Sprechstimmen können Verständnisschwierigkeiten abgebaut werden. Auszüge, die im Unterricht näher analysiert werden, können auch zunächst gemeinsam simulatan gehört und gelesen werden. Hörbücher zu sehr vielen Texten des Deutschunterrichts (besonders Klassiker) sind beispielsweise bei YouTube oder Spotify vorhanden.
2. Etappenziele angeben
Möglich ist es auch, wochenweise Lese-Etappenziele anzugeben, sodass ein Werk nicht in einem hinweg gelesen werden muss.
3. Individuelle Leseeindrücke und -erfahrungen sammeln
Eindrücke zu den gelesenen Kapiteln können auch kurz durch ein Audiofeedback der Lernenden festgehalten und gesammelt werden (geht einfach mit dem Handy). Diese werden, falls gewünscht, wiederum in den Unterricht integriert. Möglich ist zudem das Anlegen eines Lesetagebuchs oder literarischen Portfolios.
4. Impulsreferate vorbereiten lassen
Schülerinnen und Schüler bereiten zu bestimmten Textausschnitten eine kurze Zusammenfassung vor und präsentieren diese in der Klasse. Ein zusätliches Handout, was für alle (digital) zur Verfügung gestellt wird, rundet einen Einstieg in die vertiefende Textanalyse ab. Denkbar ist es auch, ein kollaboratives Dokument (z. B. Padelt Timeline) von ausgewählten Schülerinnen und Schülern zu ausgewählten Kapiteln (o. ä.) stetig zu ergänzen.
5. Einsatz von Quizfragen und Selbstüberprüfungsinstrumenten
Zu vorgegebenen Textauszügen kann von den Lernenden selbstständig ein Quiz vorbereitet werden, das dann mit allen (oder als Selbstüberprüfung alleine, z. B. Learning Snacks) gespielt wird. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Quiz-Apps (einfach mal mit der Suchmaschine suchen), gängige sind beispielsweie Kahoot!, Quizlet, Quizacademy , LearningApps, Socrative u. v. m. Daran anschließend kann eine vertiefende Texterarbeitung/Analyse/handlungs- und produktionsorientierte Aufgabe stehen.
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]]>Der Beitrag Literaturunterricht mit digitalen Medien, Teil 2 erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Als Fortführung des ersten Beitrages zu Ideen für einen Literaturunterricht mit digitalen Medien (Link hier) findet ihr nun fünf weitere Ideen in diesem Teil 2. Viel Spaß!
Haben die Schülerinnen und Schüler das Werk selbstständig gelesen, können auf digitalen Karten (Oncoo oder FLINGA) Fragen, die die Schülerinnen und Schüler zum Werk haben, gesammelt werden. Eine thematische Gruppierung schließt sich im Plenum an, die Lehrkraft verschiebt die Karten entsprechend. Am Ende der Plenumsphase wird ein Screenshot dieser Karten gespeichert und am Ende der Reihe erneut aufgegriffen. Die Lernenden beantworten dann ihre Fragen vom Anfang der Reihe und erkennen so ihren eigenen Lernzuwachs.
2. Merkmale literarischer Epochen erarbeiten und sichern
Mithilfe von Padlet Timeline kann Wissen zu literarischen Epochen kollabarativ verschriftlicht werden. Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass Gruppen arbeitsteilig Aspekte zu literarischen Epochen und/oder zum Autor/zur Autorin in einzelnen Spalten (Vorlage: Padlet Shelf) festhalten. Grundlagentexte bzw. Materialien dafür können von der Lehrkraft zur Verfügung gestellt werden, möglich ist auch eine selbstständige Materialrecherche durch die Schülerinnen und Schüler.
3. Autor*innen oder Epochen kennenlernen
Die Lernenden werten in Einzelarbeit Informationen bzw. Texte, Bilder, Audiodateien und Videos aus, die in einem interaktiven Bild von der Lehrkraft zur Verfügung gestellt werden. Diese werden in Partner- oder Gruppenarbeit geordnet, schriftlich festgehalten und anschließend im Plenum besprochen. Arbeitsaufträge können auch in das interaktive Bild integriert werden. Hier geht es zu mehr Informationen zu interaktiven Bildern und hier zu einem Tutorial zur Erstellung solcher Bilder.
4. Sprachkompetenz trainieren
In Bezug auf die literarische Gattung (Lyrik, Epik, Drama) kann ein Padlet zum Training der sprachlichen Fähigkeiten sowie Analyse- und Interpretationsfähigkeit durch die Schülerinnen und Schüler oder durch die Lehrkraft erstellt werden (Gedanke: Das, was ich ausdrücken kann, kann ich auch verstehen), in dem beispielsweise Sprachgerüste zur Analyse, zum thematischem Wortschatz etc. gesammelt wird. Dieses Padlet ist grundsätzlich unabgeschlossen und ist im Laufe der Zeit ständig erweiterbar. Es kann sowohl im Unterricht bei der Bearbeitung von Aufgaben als auch bei Aufgaben außerhalb des Unterrichts (z. B. Klausurübungsaufgaben) selbstständig durch die Lernenden genutzt werden. In dem Beitragsbild befindet sich ein Auszug aus einem solchen Padlet, das von den Lernenden selstständig erstellt wurde.
5. Textverstehen mit interaktiven Bildern trainieren
Statt Bilder interaktiv zu gestalten, kann man auch Texte interaktiv gestalten, indem man als Grundlage eines interaktiven Bildes ein Bild von einem Text hochlädt und dann an entsprechenden Stellen Hilfen markiert, die die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf aufrufen. So schafft man auch automatisch eine Differenzierungsmöglichkeit.
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]]>Der Beitrag Woyzeck erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Was kann man zum Drama ,,Woyzeck“ (mit digitalen Medien) so machen?
Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Aspekte als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen. In dem Beitrag wird auch nicht zwischen einem Grundkurs und einem Leistungskurs unterschieden. Viel Spaß!
Organisation
Zur Organisation und als Überblick über die Reihe kann ein Reihenpadlet angelegt werden. In diesem werden Links, Material, Gruppenarbeitergebnisse etc. gesammelt. Hier findest du noch mehr Informationen zum Einsatz von Padlet für Unterrichtsreihen.
Handlungsverlauf
Durch einen Vergleich von verschiedenen Editionen kann herausgearbeitet werden, dass der Text als Fragment vorliegt und die Anordnung der Szenen damit nicht vom Autor festgelegt wurde. Dies sollte im Hinterkopf behalten werden, wenn Hörbücher, Theateraufnahmen oder Zusammenfassungen angeschaut werden. Hier geht es zu Sommers Video ,,Literatur to go“ und hier ist ein Hörbuch verlinkt.
Annäherung/Vorverständnis
Leseeindrücke können zunächst mit Mentimeter, einer Wortwolke oder einem Oncoo, zudem natürlich auch/zusätzlich mündlich gesammelt sowie ausgeführt werden.
An die Sammlung und Besprechung der ersten Leseeindrücke kann sich eine Sammlung von Fragen an den Text anschließen, welche zum Abschluss der Reihe noch einmal aufgegriffen und beantwortet werden. Dazu eignet sich beispielsweise Oncoo gut, da bei Oncoo Fragen auf digitalen Karten gruppiert und farblich kodiert werden können. In dem Bild siehst du ein Beispiel für eine Fragensammlung zu Beginn der Reihe, eine lose Gruppierung ist bereits erfolgt, die Rechtschreibung ist unkorrigiert, die Kartenfarben sind zufällig (man könnte diese im Nachhinein noch verändern).

Autor und Epoche
Was zeichne(te) Büchner aus? Um Büchner, seine Einstellung, sein(e) Werk(e), seine Lebensumstände etc. kennenzulernen, kann ein interaktives Bild erstellt werden. Auf diesem werden beispielsweise Informationen zu dem Fall Woyzeck, Videos, Texte u. v. m. verlinkt. Hier kommst du zu mehr Informationen zu interaktiven Bildern (inkl. Büchner-Beispiel) und in diesem Beitrag findest du ein Tutorial zur Erstellung solcher Bilder.
(Ausgewählte) Schülerinnen und Schüler könnten auch ein Kurzreferat zum Vormärz (hier geht es zu verschiedenen Präsentationsmöglichkeiten) vorbereiten. Die Präsentation oder ein Handout werden dann in einem Padlet zu literarischen Epochen (siehe Bild) verlinkt.

Zu Büchners Flugschrift ,,Der Hessische Landbote“ existiert auch ein Video von Herrn Sommer. Hier geht es zum Video.
Szenen- und Figurenanalyse
Ist Woyzeck schuldig? Wie beurteilen Sie Woyzecks Schuld? Ein Versuch einer Antwort auf eine Kernfrage des Dramas wird durch eine Synthese verschiedener Szenenanalysen initiiert. Diese Analyse- und Interpretationsergebnisse zu dem Verhältnis von Woyzeck zum Hauptmann, dem Doktor, Marie, Andres und dem Tambourmajour können digital gesammelt werden (z. B. in dem Reihenpadlet, siehe oben).
Weitere Analyseaspekte beziehen sich z. B. auf die Sprache der Figuren (restringierter Code vs. elaborierter Code) oder auf das Anti-Märchen (der Großmutter).
Dramentheorie
Aspekete der offenen und geschlossenen Dramenform können mithilfe eines Sachtextes erarbeitet und digital kollaborativ gesammelt werden (z. B. in einem Padlet, Word-Dokument, Etherpad etc.). Bezüge zum Woyzeck und anderen Dramen sind dabei als Erläuterung und Beispiele integrierbar.
Zu weiteren Reihen im Deutschunterricht geht es hier.
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Bild: Screenshot aus Sommers Weltliteratur to go (oben verlinkt)
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