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Ideen für eine Reihe in Klasse 6

In diesem Beitrag stelle ich euch Ideen zur Durchführung einer Fabelreihe in Klasse 6 vor. Die Reihe führt auf den Klassenarbeitstyp 4a (Analysierendes Schreiben) oder Typ 5 (Überarbeitendes Schreiben) hin (vgl. KLP Sek I NRW, S. 40).

Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.

  1. Vorwissen zu Fabeln aktivieren

Mithilfe von Bildern und/oder Begriffen wird das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aktiviert. Sie kommen darüber ins Gespräch, um welches Thema es sich handeln könnte sowie erzählen von bereits bekannten Fabeltieren und Fabeln. Anschließend wird eine ausgesuchte Fabel gemeinsam gelesen und über deren Verständnis gesprochen. Die Überleitung zur nächsten Einheit besteht darin, herausfinden zu wollen, um welche Textsorte es sich genau handelt oder – falls der Begriff ,Fabel‘ bereits benannt wurde – die Merkmale von Fabeln kennenzulernen.

2. Fabelmerkmale kennenlernen und anwenden

Mithilfe eines Überblickstextes zum Aufbau von Fabeln (selbst erstellen oder in Arbeitsheften finden) werden sowohl inhaltliche Aspekte von Fabelmerkmalen vermittelt, das Leseverstehen trainiert als auch Lesemethoden eingeübt (unbekannte Wörter nachschlagen, Schlüsselstellen unterstreichen, Überschriften finden/Randnotizen machen). Die Lehrperson demonstriert dabei die jeweilige Strategie, die Lernenden wenden diese am Rest des Textes an. Es folgt eine ausführliche Besprechung der Ergebnisse. Bei komplexen Texten mit unbekannten Wötern kann prima der Umgang mit digitalen (Synonym)Wörterbüchern eingeübt werden (z. B. Open Thesaurus).

3. Fabelautoren kennenlernen

Lernende recherchieren Kurzbiografien für eine Präsentation zu verschiedenen Fabelautoren (z. B. Äsop, Phädrus, Luther, Lessing etc.) und erstellen anschließend eine Abfrage dazu. Diese kann beispielsweise mit Learning Snacks oder Kahoot oder auch analog erstellt werden. Bereitet die Lehrkraft die Kurzbiografien vor, so können auch Lückentexte zur Selbstabfrage mithilfe von H5P oder Educaplay kreiert werden. Ziel ist es, anhand der Fabelautoren die Funktion der Fabel im Wandel der Zeit zu thematisieren.

4. Chakatereigenschaften von Fabeltieren untersuchen

Anhand unterschiedlicher Fabeln aus Deutschbüchern oder dem Netz werden Charaktereigenschaften von Fabeltieren (als Menschentypen) untersucht. Zunächst wird ein passender thematischer Wortschatz vermittelt. Dazu eigent sich beispielsweise die Stapel-Lege-Methode. Dabei ist auf unterschiedlichen Kärtchen, die jeder Lernende bekommt, eine Charaktereigenschaft vermerkt. Auf der Rückseite kann sich die Erklärung des Wortes befinden. Die Schülerinnen und Schüler ordnen jeweils die Wörter auf Stapeln nach bekannt (und kann es erklären), bekannt (aber kann es nicht erklären) und unbekannt. Im Austausch mit einem Nachbarn oder durch Umdrehen klären sie die Wortbedeutungen. Die Karten können häufiger in der Reihe eingesetzt werden, um einen Fortschritt der einzelnen Kinder sichtbar zu machen.

Eine abgespeckte Variante der Stapel-Lege-Methode ergibt sich durch Einkreisen der entsprechenden Wörter, die sich auf einem Arbeitsblatt befinden, mit unterschiedichen Farben. Unbekannte Wörter werden in Wörterbüchern nachgeschlagen, mit einem Partner verglichen und im Plenum besprochen.

Exkurs: Die Zeichensetzung der wörtlichen Rede wird wiederholt. Die Schülerinnen und Schüler ergänzen dabei die wörtliche Rede in Fabeln auf vorbereiteten Arbeitsblättern.

5. Das Epimythion verstehen

Schülerinnen und Schülern lernen unterschiedliche Lehrsätze (Epimythion) von Fabeln kennen, erklären sie und stellen diese inhatlich mit Beispielen aus ihrer Lebenswelt vor. Anschließend ergänzen sie eigene Lehrsätze zu Fabeln und begründen ihre Wahl (mündliche sowie schriftlich).

6. Eine Fabel zu Bildern schreiben

Mithilfe von vorgegebenen Bildern (finden sich in Deutschbüchern oder Arbeitsheften) verschriftlichen die Lernenden eine Fabel nach gemeinsam erarbeiteten (inhaltlichen sowie sprachlichen) Kriterien. Als Hilfestellung dient ein Padlet, das den Kindern durch einen QR-Code zugänglich gemacht wird. Dort werden in der Spaltenansicht zu den einzelnen Bildern Formulierungshilfen angegeben. Das Padlet kann, muss aber natürich nicht von den Lernenden genutzt werden.

7. Ein Buddy Book erstellen

Abschließend erstellen die Schülerinnen und Schüler ein Buddy Book, auf dem sie individuell die wichtigsten Aspekte zu Fabeln festhalten und mit kreativen Merkhilfen versehen. Die Themen, die im Buddy Book enthalten sein sollten, werden vorher gemeinsam an der Tafel gesammelt. Bei der Erstellung orientieren sich die Lernenden an Tafelbildern oder dem Deutschbuch. Wie man ein Buddy Book faltet, wird in diesem Video demonstriert.

Suchst du noch Inspiration zu anderen Reihen im Fach Deutsch? Dann klicke hier.

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Jahreszeitengedichte https://digitales-klassenzimmer.org/jahreszeitengedichte/ https://digitales-klassenzimmer.org/jahreszeitengedichte/#respond Fri, 29 Oct 2021 15:54:01 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=7203 Ideen für eine Reihe in Klasse 5

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Ideen für eine Reihe in Klasse 5

In diesem Beitrag stelle ich euch Ideen zu einer Gedichtsreihe mit dem thematischen Schwerpunkt Jahreszeiten in Klasse 5 vor. In einigen Deutschbüchern der Klasse 5 wird diese thematische Ausrichtung auch aufgegriffen. Die Reihe führt auf den Aufgabentyp 4a (Analysierendes Schreiben – einen Sachtext, medialen Text oder literarischen Text analysieren und interpretieren, KLP NRW, S. 40, Link hier) hin.

Die QUA-Lis NRW ordnet die Textsorte Gedichte in Klasse 5 in ihrem Beispiel für einen schulinternen Lehrplan dem Unterrichtsvorhaben 4 ,,Von Madermördern und Mördermadern – Sprachspiel, Sprachwitz und Sprachstrukturen in Gedichten untersuchen“ zu (Link zum Dokument hier) und gibt dort auch Schwerpunkte der rezeptiven sowie produktiven Kompetenzentwicklung an, die auch vielfach in den folgenden Ideen aufgegriffen werden.

Wie immer sind die folgenden Ideen als Inspiration, nicht als abgeschlossen oder absolut zu verstehen. Weiterhin ist die zur Verfügung stehende Zeit für eine Reihe zu berücksichtigen, sodass Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung individuell gesetzt werden müssen.

  1. Kreativer Einstieg: Was ist ein Gedicht?

Oft wähle ich in Klasse 5 einen kreativen Einstieg, um zu die Frage zu beantworten, was ein Gedicht denn eigentich ist. Dabei wird die Erkenntnis angestrebt, dass es keine notwendige Voraussetzung ist, dass sich der Text reimt (häufigste Schüler:innenantwort: ,,Ein Gedicht reimt sich“ ;-)), sondern ein Gedicht ein in Versen (zu definieren) verfasster Text ist, in dem mit Sprache gespielt, also kreativ umgegangen wird.

Zunächst verfassen wir ein Rondell in Gruppen (es gibt verschiedene Rondellarten). Der Vorteil bei diesem Verfahren ist – neben dem Spaßfaktor-, dass die Kinder so am Ende weniger Hemmungen zeigen, den fertigen Text vorzulesen, da er ja nicht von einer Person, sondern von mehreren Person verfasst wurde. Dabei wandle ich das Verfahren, das auch im Cornelsen Buch G9 (2019, Vorabdruck) auf Seite 183 beschreiben wird, folgendermaßen ab:

Auf einem vorbereiteten Arbeitsblatt werden acht aufeinanderfolgende Linien nummeriert. Vor die Nummern 1, 4, 7 wird ein Kreis gezeichnet, vor die Nummern 2 und 8 ein Dreieick. Es wird Platz für einen Titel über den Zahlen eingeräumt. Die Linien werden insofern begrenzt, als um alle acht (zukünftigen Verse) ein Rechteck gezeichnet wird, sodass die Verkürzung der Linien (oder Zeilen) zu Versen (in der Reflexion) deutlich wird. Die Lernenden dürfen nur Text in das Rechteck schreiben.

Das Thema für den zu schreibenden Text wird im Plenum kurz besprochen. Evt. wird schon ein Versbeginn für die Verse 1, 4, 7 vorgegeben, z. B. ,,Das Wetter heute …“ oder ,,Am Himmel …“ oder ,,Im November …“. Es werden 4-5er Gruppen gebildet. Schüler:in 1 vervollständigt die Linien, vor denen ein Kreis steht, mit demselbsen Wort, Teilsatz oder Satz. Der Zettel wird weitergereicht (jeder bekommt nun einen neuen, bereits teilweise ausgefüllten Zettel). Schüler:in 2 ergänzt den Text in den Linien 2 und 8 (mit demselben Wort, Teilsatz oder Satz). Der Zettel wird weitergereicht. Schüler 3 ergänzt Linie 3. Der Zettel wird weitergereicht. Schüler:in 4 ergänzt Linie 5. Der Zettel wird weitergereicht. Schüler:in 5 (oder 1) ergänzt Linie 6 und gibt dem Text eine Überschrift.

Die 4-5 in der Gruppe entstandenen Texte werden zunächst in den Kleingruppen vorgelesen, was erfahrungsgemäß für Erheiterung sorgt. Im Plenum stellen dann Freiwillige ihre Texte vor. Nach einer inhaltlichen Besprechung schließt sich die Frage an, was denn nun für Texte entstanden sind (Hypothese formulieren). Hier können dann beispielsweise zwei bis drei verschiedene, kurze Definitionen von Textarten vorgegeben werden (didaktisch reduziert vorbereitet), welche die Schüler:innen dann auf die produzierten Gedichte anwenden, um so eine passende begründet auszuwählen. Möglich ist auch die eigenständige Rechereche zu den formulierten Hypothesen.

2. Jahreszeitengedichte kennenlernen – Schwerpunkt: formale Gestaltungsmittel funktional untersuchen

Anmerkung: Es werden immer auch der Inhalt und die Deutung der Gedichte thematisiert!

Die Schüler:innen erarbeiten an ausgewählten Gedichten, die ihr vielfach in Deutschbüchern findet, formale Gestaltungselemente von Gedichten (Reim, evt. Metrum). Dazu kann ihnen beispielsweise ein Materialpool über ein von der Lehrkraft vorbereitetes Buch mit dem Book Creator zur Verfügung gestellt werden (wenn ihr iPads an der Schule habt). Arbeitsblätter funktionieren natürlich auch – beim Book Creator können aber beispielsweise noch Vertonungen (von euch) der Gedichte als Audioaufnahme hinzugefühgt werden.

Den Schüler:innen werden beispielsweise Gedichte mit einem Reimschema präsentiert, bei dem allerdings einzelne Reime (von euch) weggelassen wurden. Aufgabe ist es nun, die leeren Stellen (inhaltlich sowie formal) sinnvoll zu ergänzen und diese Ergänzungen zu begründen. So untersuchen sie das vorliegende Reimschema und recherchieren anschließend (beispielsweise auf ausgewählten Seiten im Netz oder durch eine selbstständige Suche), um welches Reimschema es sich jeweils handelt.

Im Plenum werden die Ergebnisse vorgestellt, mit dem Original verglichen und Bedeutungsalternativen diskutiert. Die Formunteruchung kann auch ein Anlass dafür sein, ein reihenübergreifendes Glossar zu erstellen, in dem Fachwörter zu Gedichtsuntersuchung mit Beispielen gesammelt werden. Das funktioniert digital z. B. mit Padlet (digitale Version, kollaborativ), aber auch analog (als vorbereitetes Arbeitsblatt, kleines Buch) mit alphabetischer Wörterliste.

Ähnlich kann auch die Erarbeitung des Metrums erfolgen (was schwieriger ist): Wörter innerhalb eines Gedichtes werden ausgelassen, drei Alternativen zum Einsetzen angegeben (ein Wort, das das Metrum aufgreift, ein oder zwei ,,falsche‘ Alternativen). Vorgehensweise ähnlich wie bei den Reimen beschrieben.

3. Jahreszeitengedichte verstehen – Schwerpunkt: sprachliche und formale Gestaltungsmittel funktional untersuchen

Anmerkung: Es werden immer auch der Inhalt und die Deutung der Gedichte thematisiert!

Anhand eines Expertenpuzzles lernen die Schüler:innen verschiedene sprachliche Gestaltungsmittel sowie deren Wirkungen im Kontext anhand verschiedener Gedichte kennen. Die Schwierigkeit der Gestaltungmittel und entsprechende Zuordnung der Lernenden kann bereits eine Form der Differenzierung darstellen. Nach dem Expertenpuzzle werden die Ergebnisse gemeinsam vertieft besprochen und das Gelernte zu den sprachlichen Mitteln ins Glossar übertragen. Es schließen sich weitere Übungen an anderen Gedichten an.

Im Folgenden findet ihr eine kleine Auswahl von Jahreszeitengedichten, die zum Teil, aber nicht vollständig so auch in Deutschbüchern der Klasse 5 zu finden ist.

  • Parallelismus – Ilse Kleebereger: Sommer (Link hier), Peter Maiwald: Regentag (Link hier), Das Feuer – James Krüss (Link hier)
  • Vergleich: Christian Morgenstern: Wenn es Winter wird (Strophe 3, Link hier), Christian Morgenstern – Winternacht (Link hier)
  • Personifikation und Metapher: Eduard Mörike – Er ist’s (Link hier), Chritina Busta – Der Sommer (Link hier), Gabriele Brederhorn – Sommer ist es (Link hier), Joseph von Eichendorff – Winternacht (Link hier), Eduard Mörike – Septembermorgen (Link hier)
  • Onomatopoesie: Erwin Moser – Gewitter, Das Feuer – James Krüss
  • weitere sprachliche Besondernheiten, die besprochen werden können: Neologismen, anschauliche Adjektive und Verben (meist integrativ in allen Gedichten enthalten)

Integratives Sprachtraining/Fokus:

  • Da es Lernenden erfahrungsgemäßig schwerfällt, sprachliche Mittel und deren Wirkung zu deuten, bietet sich ein Sprachtraining auf dem vorbereiteten analogen oder digitalen Material an: Zum Beispiel werden kleine QR-Codes eingebaut, durch die man auf Formulierungshilfen oder Wörtermaterial stößt, das zur Deutung der entsprechenden sprachlichen Mittel passt.
  • Solch ein Sprachtraining kann auch zur individuellen Positionierung (Aktualitätsbezüge herstellen, persönliches Gefallen ausdrücken etc.) bereitgestellt werden.
  • Durchaus denkbar ist auch ein zusätzliches Deutungstraining (isoliertes Arbeitsblatt) von Metaphern, Personifikationen und Vergleichen, da damit erfahrungsgemäß besondere Schwierigkeiten bestehen.

4. Gedichtekalender erstellen

Zur Erstellung eines Gedichtekalenders werden 2-3 Schülerinnen jeweils einem Monat zugeordnet und verfassen gemeinsam ein Gedicht (verschiedene Gedichtsformen denkbar, Link zu Ideen hier). Der Kalender kann auch schön als Geschenk für die Eltern vorbereitet werden. Zusätzlich ist es möglich, mit dem Fach Kunst fächerübergreifend zu arbeiten und dort die Monate zu visualisieren.

5. Digitales Gedichtebuch erstellen

Zu eigenständig verfassten (verschiedene Gedichtsformen denkbar, Link hier) oder bereits bestehenden Gedichten erstellen die Lerndenden ein digitales Gedichtebuch (z. B. mit dem Book Creator), in dem sie Audioaufnahmen (ausdrucksstarkes Vortragen), Visualisierungen der Gedichte (können auch kleine, selbst gedrehte Filmsequenzen sein) integrieren und diese Auswahl begründen. Die Bücher können abschließend mit anderen geteilt und gewertschätzt werden. Möglich ist auch die Erstellung einer Präsentation oder eines kleinen Films zu einem Gedicht.

6. Parallelgedichte schreiben

Zum Verfassen von Parallelgedichten können beispielsweise folgende Gedichte herangezogen werden:

  • Ilse Kleeberger – Sommer -> Umformung zu Herbst oder Winter
  • James Krüss – Das Feuer -> Umformung zu Wasser
  • Eduard Möricke – Er ist’s -> Umformung zu Sommer, Herbst oder Winter
  • Elisabeth Borchert – November -> Umformung zu aktuellem Monat oder Lieblingsmonat
  • Erwin Moser – Gewitter -> Umformung zu Schneesturm, Sonnentag, Sommerregen

7. Gedichte ausdrucksstark vortragen

In Deutschbüchern finden sich vielfach Hinweise zum ausdrucksstarken Vortragen von Gedichten (schneller, langsamer, leiser, laut) sowie zum Feedbackprozess. Hat man vor, die Schüler:innen Gedichte (vielleicht sogar im Rahmen einer Lyriknacht) vortragen zu lassen, ist eine wertschätzende, ermutigende Atmosphäse und viel Übungszeit besonders wichtig. So können beispielsweise Gedichte zunächt alleine, mit dem Partner und dann in Kleingruppen eingeübt werden. Eine Version, die evt. weniger Überwindung kostet, ist die Erstellung einer individuellen Audioaufnahme, die über eine digitale Plattform mit anderen geteilt wird. Solche Vorhaben fördern insgesamt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung.

Wenn du an weiteren Reihen für die Klasse 5 im Fach Deutsch interessiert bist, könnten folgenden Beiträge für dich interessant sein:

  • Im Pazifischen Wörtermeer (Wortarten und Satzglieder), Link hier

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Im Pazifischen Wörtermeer https://digitales-klassenzimmer.org/im-pazifischen-woertermeer/ https://digitales-klassenzimmer.org/im-pazifischen-woertermeer/#comments Thu, 09 Sep 2021 13:34:06 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=7194 Unterrichtsideen für eine Reihe in Klasse 5 (Wortarten und Satzglieder)

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Ideen für eine Reihe in Klasse 5

In diesem Beitrag werden Ideen zur funktionalen Vermittlung grundlegender Wortarten und Satzglieder in Klasse 5 im Zusammenhang mit (im weitesten Sinne) Piratengeschichten beschrieben. Die Reihe führt auf den Klassenarbeitstyp 5 (Überarbeitendes Schreiben − einen Text überarbeiten und ggf. die vorgenommenen Textänderungen begründen, KLP NRW, S. 40, Link hier) hin.

Auch die QUA-Lis NRW gibt in ihrem Beispiel für einen schulinternen Lehrplan Anhaltspunkte und Ideen für die Integration des Inhaltsfeldes Sprache (auf Wort- und Satzebene) in Klasse 5. Näheres könnt ihr dort unter den Vorschlägen für Unterrichtvorhaben für die Klasse 5 nachlesen. Besonders das Unterrichtsvorhaben 4 fokussiert sich auf die Vermittlung von Wortarten, Satzgliedern und Satzarten – in dem Vorschlag wird ein Zusammenhang zu Gedichten hergestellt.

Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration und nicht als abgeschlossen oder absolut zu verstehen.

  1. Wortarten kennenlernen

Mithilfe einer fiktiven Reise der Wilden Wilma (Schiff) durch das Pazifische Wörtermeer (siehe Beitragsbild) lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Wortarten kennen (bzw. wiederholen bekannte Wortarten aus der Grundschule). Auf jeder Insel wird eine andere Wortart, deren grammatische Eigenschaften und Funktion thematisiert. Dazu gibt es für jede Insel eine kurze Geschichte (selbst ausgedacht), in der den Inselbewohnern jeweils eine bestimmte Wortart fehlt. Die Lernenden erarbeiten, um welche fehlende Wortart es sich jeweils handelt und entwickeln ein Verständnis dafür, warum das Fehlen dieser Wortart problematisch ist.

Die Geschichten mit den dazugehörigen Untersuchungsaufträgen werden beispielsweise als Stationenlauf oder Lerntheke präsentiert. Die Ergebnisse werden im Plenum besprochen. Damit allen klar ist, was zu tun ist, kann die erste Geschichte mit den Untersuchungsfragen auch gemeinsam im Plenum vorgelesen und bearbeitet werden. Im Anschluss folgt die Zuordnung der Inseln aus dem Beitragsbild zu den fehlenden bzw. zu thematisierenden Wortarten:

  • Insel der 1000 Erklärungen – Nomen
  • Inselchen der Unvollständigkeit – Artikel (bestimmte und unbestimmte)
  • Insel der Langeweile – Verben
  • Insel der Trostlosigkeit – Adjektive
  • Insel der Suchenden – Präpositionen
  • Insel der Wiederholungen – Pronomen (hier kann noch eine Differenzierung durch verschiedene Typen von Pronomen erfolgen)

2. Kurze Erklärvideos zu Wortarten erstellen

Um das Wissen zu den einzelnen Wortarten zu festigen und zu vertiefen, erstellen die Lernenden in Kleingruppen kurze, einfache Erklärvideos (Quellen werden von der Lehrkraft vorgegeben). Jede Gruppe beschäftigt sich mit einer anderen Wortart. Die Erkärvideos können mit dem Handy oder dem iPad (z. B. schuleigene Tablets) und einer Halterung für das Gerät (für ein Legevideo) oder durch einen Screencast einfach aufgenommen/vertont werden.

An dieser Stelle ist es wichtig, einige Kriterien zur Erstellung von Erklärvideos vor der Erstellung festzulegen und sicherzustellen, dass die Kinder technisch versiert genug sind, um die Videos zu erstellen bzw. zeitlich die nötige Unterstützung eingeplant werden kann. Ist die Erstellung von kurzen Erklärvideos aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, können die Wortarten auch als Kurzreferate mithilfe von Plakaten oder Präsentationen oder auch in einem Padlet gesichert vorbereitet werden.

3. Übungen: Wortarten bestimmen und Texte überarbeiten

Nach dem Wissenserwerb wird die korrekte Anwendung und Bestimmung der Wortarten mithilfe von vorbereiteten Aufgaben (finden sich – auch thematisch passend – in Deutschbüchern, Arbeitsheften, Themenheften, im Netz etc.) geübt. Hier können auch schon Textüberarbeitungen von kleineren Geschichten im Mittelpunkt stehen (finden sich auch in Deutschbüchern etc.): Die kurzen Geschichten werden sprachlich verbessert und diese Überarbeitungen sinnvoll begründet.

4. Unterschied zwischen Wortarten und Satzgliedern kennenlernen und verstehen

Um den Unterschied zwischen Wortarten und Satzgliedern anschaulich darzustellen, wird die sprachliche Lupe auf einen (selbst ausgedachten) Satz gerichtet (z. B. am Smartboard in der Klasse). Zunächst werden die Wortarten gemeinsam bestimmt, d. h. jedes Wort wird einer Wortart zugeordnet, die Abkürzungen werden über die jeweiligen Wörter geschrieben.

Neu ist jetzt der folgende Vergleich (erklärt die Lehrkraft): Jede Wortart stellt einen Matrosen dar (Männchen wird über das Wort gezeichnet. Matrosen schwimmen aber (in der Regel 😉 ) nicht wahrlos im Meer herum, sondern befinden sich wo? Auf Schiffen, die sich im Meer fortbewegen. Matrosen werden also auch Schiffen zugeordnet. Die Schiffe stellen die einzelnen Satzglieder dar. Welche Wörter (Matrosen) auf ein Schiff gehören, wird durch die Umstellprobe ermittelt.

Damit das Schiff fahrtüchtig ist, muss sich mindestens ein Matrose auf dem Schiff befinden, aber meist sind es mehrere. Wie das Schiff heißt bzw. was das genau für ein Schiff ist, findet man durch (das/die) Fragen (zu den einzelnen Satzgliedern: Subjekt, Prädikat, Objekte, Adverbiale Bestimmungen) heraus. Ein Satz ist also eine Karawane von (bestimmten) Schiffen, auf denen sich Matrosen (Wortarten) befinden.

Viele Schiffe können ihre Position verändern (hängt auch von der Satzart ab). Das Prädikatsschiff nimmt eine Sonderstellung ein, vor allem auch bei zweiteiligen Prädikaten. Das kann, je nach Zeit, auch näher im Zusammenhang mit Satzarten (Aussagesatz, Fragesatz, Aufforderungssatz) thematisiert werden.

5. Übungen: Wortarten und Satzglieder bestimmen, Texte sinnvoll überarbeiten

Entsprechende Übungen zur Wortarten- und Satzgliedbestimmung (Subjekt, Prädikat, Objekte, Adverbiale Bestimmungen) sowie zur Textüberrabeitung und deren Begründung befinden sich in Deutschbüchern, Themenheften sowie dem Netz. Da die erste Geschichte im Pazifischen Wörtermeer spielt (siehe Punkt 1), ist es auch schön, thematisch passende Sätze und Texte selbst zu erstellen, die dann evt. auch spannend weitergeschreiben werden können.

6. Quizze erstellen

Zur Festigung des Wissens können die Schülerinnen und Schüler Learning Snacks für die Klasse erstellen. Dies geschieht in Gruppen oder auch in Partner- oder Einzelarbeit. Die Lernenden müssen sich dafür nicht selbst bei Learning Snacks anmelden.

7. Der Sprachabschneider

Als kleine Lektüre bietet sich auch ,,Der Sprachabschneider“ von Hans-Joachim Schädlich an. Die Geschichte hat allerdings dann nichts mit dem Pazifischen Wörtermeer zu tun… Link zur Leseprobe hier.

Das Beitragsbild habe ich mit der kostenlosen Version von Inkarnate erstellt, Link hier.

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Märchen https://digitales-klassenzimmer.org/maerchen/ https://digitales-klassenzimmer.org/maerchen/#respond Wed, 01 Sep 2021 08:31:28 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=7157 Ideen für eine Reihe in Klasse 5

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Ideen für eine Reihe in Klasse 5

In diesem Beitrag findet ihr Ideen zum Thema Märchen in Klasse 5. Die Reihe führt entweder zum Klassenarbeitstyp 4a/b (Analysierendes Schreiben) oder 6 (Produktionsorientiertes Schreiben: Texte nach Textmustern verfassen, umschreiben oder fortsetzen) hin. Dies wird durch die Akzentuierung der Reihe individuell gesteuert, in diesem Beitrag aber nicht weiter explizit ausgeführt. Zum Kernlehrplan Sek I NRW geht es hier, die Aufgabentypen befinden sich auf Seite 40. Weiterhin kann die Reihe flexibel mit Material aus unterschiedlichen Themenheften, Schulbüchern oder Online-Quellen gestaltet werden. Diese werden nicht einzeln benannt, es wird lediglich eine mögliche Vorgehensweise aufgezeigt. Viel Spaß!

Disclaimer: Wie immer sind die einzelnen Vorschläge als unabgeschlossen und nicht absolut zu verstehen.

  1. Welche Märchen kennst du schon?

Als Einstieg zur Reaktivierung und Anknüpfung an das Vorwissen der Lernenden bietet ein Schüttelmärchen einen Gesprächsanlass. Ein Schüttelmärchen ist ein Text, den man entweder selber zusammenstellt oder als Vorlage auch in Handreichungen oder dem Netz findet (hier ein Beispiel, im Netz befinden sich noch mehr), bei dem Motive und Textteile aus unterschiedlichen Märchen zu einem neuen Text/Märchen zusammengefügt werden. Die Schülerinnen und Schüler lesen den Text, unterstreichen bekannte Stellen und ordnen diese den ihnen bereits bekannten Märchen zu. Im Plenum werden die Ergebnisse gesichert und über die enthaltenen Märchen, weitere Märchen und Leseerfahrungen gesprochen.

2. Typisch Märchen?! Märchenmerkmale kennenlernen

Mithilfe verschiedener Märchen (Auswahl kann von Lehrkraft selbst getroffen werden) erarbeiten die Lernenden Märchenmerkmale, z. B. mithilfe eines Stationenlaufes. Auch hier lohnt sich eine Suche im Netz, aber natürlich werden diese Merkmale in den Deutschbüchern der Klasse 5 oder Themenheften auch aufgegriffen und erläutert.

3. Märchen aus aller Welt / Moderne Märchen

In Kleingruppen oder auch in Einzel- oder Partnerarbeit können neue Texte auf die erarbeiteten Märchenmale hin unterucht und in Kleingruppen oder dem Plenum vorgestellt werden. An dieser Stelle ist es eine schöne Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler Märchen aus unterscheidlichen Kulturkreisen (z. B. angeleht an die eigene familiäre Geschichte) oder auch modernere Märchen vorstellen. Je nach Schwieirgkeit des Textes entsteht so eine Differenzierung. Die Ergebnisse werden beispielsweise in einem Galleriegang präsentiert, das kann auch mithilfe von digitalen Präsentationen passieren.

4. Märchenverfilmungen untersuchen

Je nach Zeit und Stärke der Lerngruppe werden Verfilmungen von klassischen Märchen unter die Lupe genommen. Diese vergleicht man entwerder mit dem Text oder erarbeitet auch an ausgewählten Szenen Merkmale des filmischen Erzählens. Unter der Eingabe entsprechender Stichwörter in eure Lieblingssuchmaschine findet ihr Material zu Mermalen filmischen Erzählens, die auch für die Erprobungsstufe geeignet sind.

5. Märchen (weiter)schreiben, Leerstellen füllen

Als produktionsoriente Aufgaben können die Schülerinnen und Schüler fehlende Textteile in Märchen sinnvoll ergänzen (z. B. den Schluss) oder auch Leerstellen zur Übernahme von Figurenperspektiven füllen. Hier gilt es als Lehrkraft, geeigente Stellen in den Märchen ausfindig zu machen. Die eigenen Texte können auch als Audiodatei von den einzelnen Schülern aufgenommen, in eine gemeinsame Lernumgebung hochgeladen und anschließend angehört werden. Das ausdrucksstarke Vorlesen sowie die Hörverstehenskompetenz werden dadurch trainiert.

6. (Märchen)Texte überarbeiten

Den Schülerinnen und Schülern werden Märchentexte präsentiert, die nicht alle klassischen Märchenmerkmale aufweisen, z. B. sind die typischen Märchenzahlen nicht vorhanden oder die Eingangsformel oder das Tempus stimmt nicht etc. Die Texte sind so zu überarbeiten, dass die Textmerkmale nach der Überarbeitung einem typischen Märchen entsprechen.

7. Ein Märchenbuch gestalten

Mithilfe des Book Creators erstellen die Lernenden ein individuelles Märchenbuch und dokumentieren damit ihren Lernfortschritt sowie auch kreativ-produktionsorientierte Gestaltungsaufgaben. Das Märchenbuch kann als fortlaufendes Projekt während der Reihe angelegt sein oder auch am Ende der Reihe gestaltet werden. Es ist zudem möglich, Pflicht- und Zusatzaufgaben bei der Erstellung des Märchenbuches vorzugeben. Insgesamt sollte jedoch genug Zeit für die Erstellung eines solchen Buches eingeplant werden.

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Zu weiteren Reihen im Deutschunterricht kommst du hier.

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Der Trafikant https://digitales-klassenzimmer.org/der-trafikant/ https://digitales-klassenzimmer.org/der-trafikant/#respond Wed, 21 Apr 2021 09:16:22 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=7091 Ideen zu Seethalers Roman in der Q-Phase

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Ideen zu Seethalers Roman in der Q-Phase

In diesem Beitrag werden Unterrichtsideen zu Robert Seethalers ,,Der Trafikant“ vorgestellt. Der Roman ist in NRW im Grundkurs für die Abiturjahrgänge 2022 sowie 2023 Pflichtlektüre. Viel Spaß!

Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.

Individuelle Lektüre

Seethalers Roman ist sprachlich gut zugänglich, sodass es sich anbietet, diesen über einen festgelegten Zeitraum von den Schülerinnen und Schülern selbstständig lesen zu lassen. Kommen für diesen Zeitraum nicht unbedingt die Ferien infrage, so können zunächst der historische Hintergrund sowie eine Themenerschließung in den Blick genommen werden, was in den folgenden Abschnitten erläutert wird. In diesem Beitrag habe ich weitere Ideen zum Umgang mit Ganzschriften (Leseprozess) zusammengefasst.

Historischer Hintergrund

Mit Hilfe von ausgewählten Sachtexten zum historischen Hintergrund des Krieges und der Situation Österreichs (finden sich in Handreichungen zum literarischen Text, können aber auch im Netz gefunden werden) erarbeiten die Lernenden sich ein Wissen zu den historischen Zeitumständen, in denen der Roman spielt. Hier bietet sich ein arbeitsteiliges Verfahren an, bei dem verschiedene Quellen von Gruppen bearbeitet und die Ergebnisse aller Gruppen auf einem Zeitstrahl kollaborativ festgehalten werden (z. B. mit Padlet oder TaskCards). Die Ergebnisse sind so direkt an einem Ort gesichert und werden dann noch mündlich vorgestellt sowie diskutiert.

Themenerschließung

Mit Hilfe von ausgewählten Textstellen, die den Lernenden zur Verfügung gestellt werden, werden thematische Themen des Romans durch die Lernenden erschlossen und in einem Schaubild geordnet. Dazu bietet sich beispielweise FLINGA an, aber auch eine analoge Ordnung auf einem Arbeitsblatt mit einer Sicherung an der analogen oder digitalen Tafel ist möglich. Die Zitate werden erklärt, soweit wie möglich kontextualisiert und geordnet. Eine Positionierung zum Zitat bzw. der gegebenen Aussage rundet die Besprechung ab.

Figurenkonstellationen sowie Figurenanalyse

Im weiteren Verlauf des Unterrichts werden dann verschiedene Figurenbeziehungen, insbesondere auch die Entwicklung von Franz, analysiert, anhand derer unterschiedeliche Themenschwerpunkte und Fragestellungen in den Blick genommen werden können. Dies kann bei einem leistungsstarken Kurs in Form von Gruppenreferaten vorbereitet und präsentiert werden. Die Ergbnisse werden dazu in einem gemeinsamen kollaborativen Arbeitsumfeld (Padlet, TaskCards, andere) gesammelt. Die Erarbeitung und Sammlung der Ergebnisse ist natürlich auch sukzessiv mit der gesamten Klasse möglich, wenn keine Referate erarbeitet werden.

Als übergeordnete Fragestellungen können für alle Beziehungen die Fragen gelten:

Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen x und y? Welche Rolle/Bedeutung/Funktion nimmt x für y (und umgekehrt) ein? Woran wird dies deutlich?

  1. Franz und seine Mutter (Eltern-Kind-Beziehung, Loslöungsprozesse, Adoleszenz, Stadt/Land-Kontrast etc.)

2. Franz und Otto (Lehrer und Lehrling, Arbeitswelt, Medien, Widerstand etc.)

3. Franz und Anezka (erste Liebe, Liebeskummer, sexueller Frühling, Anezkas Beziehungen etc.)

4. Franz und Freud (Freundschaft, Phänomen der Liebe, Psychoanalyse, Emigration etc.)

Die textgebundene Analyse kann durch Sachtexte zu Schwerpunktthemen der Figurenbeziehung (siehe Klammern) ergänzt werden.

Formen des Widerstandes

In einer übergeordeneten Betrachtung werden Formen des Widerstandes und deren Konsequenzen durch unterschiedliche Figuren und Ereignisse im Roman analysiert. Perspektivisch wird ein Vergleich der dort beschriebenen Mechanismen mit aktuellen Widerstandbewegungen in unterschiedlichen politischen Kontexten angestrebt. Dazu werden beispielsweise Zeitungstexte zu (aktuellen) politischen Widerstandsbewegungen herangezogen.

Videos und Film

Folgend verlinke ich einige Videos, die innerhalb der Reihe zum Einsatz kommen könnten.

Literatur to go, Link hier

Trailer zum Film, Link hier

Stark, Der Trafikant, Handlung, Link hier

Den Film (2018) als Verleich zum Buch heranzuziehen und die Umsetzung zu diskutieren, bietet sich natürlich auch an. Den Film findet man als DVD sowie bei Streaming-Plattformen. Weiterhin findet ihr im Netz auch weitere Rezensionen zum Buch sowie zum Film.

Falls du an weiteren Reihen im Deutschunterricht interessiert bist, klicke hier.

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Fotot: Bild aus dem Film (unbezahlte Werbung)

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Die Physiker https://digitales-klassenzimmer.org/die-physiker/ https://digitales-klassenzimmer.org/die-physiker/#respond Sat, 10 Apr 2021 11:37:49 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=6638 Ideen für eine Reihe in der EF

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Ideen für eine Reihe in der EF

In diesem Beitrag werden Unterrichtsideen zum Drama ,,Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt vorgestellt. Viel Spaß!

Kurzer Disclaimer: Wie immer sind die vorgestellten Ideen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.

Dürrenmatts ,,Die Physiker“ sowie auch Brechts ,,Leben des Galilei“ sind in dem Themenkomplex Verantwortung der Wissenschaft/Wissenschaftsdrama zu verorten, der in NRW in der EF behandelt wird. Als Klausur kann daher sowohl eine Szenenanalyse (Analyse eines literarischen Textes mit weiterführendem Schreibauftrag) (Aufgabentyp 1A), aber auch eine Sachtextanalyse (mit weiterführendem Schreibauftrag) (Aufgabenart 2A) oder Erörterung eines Sachtextes (in Bezug auf einen literarischen Text) (Aufgabenart 3B) geschrieben werden. Hier der Link zum KLP NRW SEK II, die Auflistung der Aufgabenarten sind auf Seite 46 zu finden. Der Unterricht führt entsprechend auf einen der Klausurtypen hin.

Gemeinsam lesen oder alleine lesen lassen?

Je nach der zur Verfügung gestellten Zeit – meiner Meinung nach – ist bei den Psyikern beides möglich. Liest man den Text etappenweise gemeinsam im Unterricht (laut) jeweils immer mit verteileten Rollen, so können die Elemete der Komik, die in dem Werk entfaltet werden, stärker zum Tragen kommen als bei der häuslichen Einzellektüre. In diesem Beitrag habe ich zudem Überlegungen zum Lesen von Ganzschriften festgehalten.

Themen erschließen, Schwerpunkte setzen

Im Wesentlichen bevorzuge ich eine offene Herangesehensweise an literarische Texte, um vom Verständnis der Schülerinnen und Schüler aus eine Schwerpunktsetzung zu verschiedenen Themen und Aspekten vorzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich nach der Lektüre über ihre Eindrücke zum Drama mündlich aus, sie halten diese stichpunktartig fest. Um aus diesen Eindrücken Schwerpunkte herleiten zu können, bieten sich zwei Varianten an:

  1. Im Plenumsgepräch werden die Eindrücke für alle artikuliert, die Lehrkraft sammelt und ordnet dabei schon die benannten Aspekte, z. B. auf einem digitalen Whiteboard oder mit GoodNotes. Anschließend werden gemeimsam für die gruppierten Aspekte Überschriften gefunden, woraus sich dann Schwerpunkte sowie Fragen ergeben.
  2. Die Schülerinnen und Schüler sammeln ihre Eindrücke nach einem Partner- oder Kleingruppengespräch kollaborativ auf einem Whiteboard. Sie gruppieren die benannten Aspekte dann selbstständig und stellen sie anschließend im Plenum vor (jeder bekommt vorher Zeit, um sich das Board anzuschauen und zu verstehen). Überschriften können ggf. auch schon selbstständig von den Lernenden hinzugefügt werden.

Auf Grundlage der Ergebnisse wird dann ein Ausblick auf die nächsten Stunden gegeben. Fragen, die zu einzelnen Bereichen/Schwerpunkten geäußert werden, werden notiert, sodass man im Fortlauf der Reihe auf diese zurückgreifen kann und die Schülerinnen und Schülern durch den Unterricht in die Lage versetzt, diese zu beantworten.

Figurenund Szenenanalyse

Im besten Fall (meiner Meinung nach) wird der Unterricht durch die Themensetzung so gesteuert, dass die Analyse von einzelnen Szenen Antworten auf Fragen gibt, die sich bei der Formulierung der Eindrücke ergeben haben. Die Eindrücke können auch die Grundlage zur Formulierung von Thesen darstellen, die dann durch die Analyse von Figuren, Dialogen, Szenen untermauert werden. Interessante Schwerpunktsetzungen dabei wären beispielsweise

  • Figurenentwicklungen und Machtverhältnisse, z. B. Dr. von Zahnd und Möbius
  • Positionen zur (Verantwortung von) Wissenschaft (Einstein, Newton, Möbius)
  • Mittel zur Erzeugung von Komik und deren Funktion
  • Interpretation des Dramenendes
  • Spannungsbogen, Aufbau des Dramas (Akt 1 und Akt 2 im Vergleich) – das wäre dann natürlich auf die Ganzschrift, nicht nur auf eine Szene bezogen
  • weitere

Dürrenmatt

Die Entwicklung eines Verständnisses zur Bedeutung Dürrenmatts sowie seiner Denkweise und Dramenkonzeption erfolgt durch (eine fragegeleitete) Recherche durch die Schülerinnen und Schüler oder vorgegebenen Quellen. Diese können über ein interaktives Bild (Verlinkungen oder selbst hinzugefügter Text) zur Verfügung gestellt werden. Berücksichtigt werden dabei besonders auch die 21 Punkte zu den Physikern, die sich auch im Anhang des Dramas befinden.

Hier verlinke ich auch einen lohnenswerten Text zu Dürrenmatts 100. Geburtstag.

Wissenschaft heute – Aktutalitätsbezüge herstellen

,,Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ (Die Physiker, S. 85)

Der Frage, welche Bedeutung beispielsweise dieses Zitat heute für die Entwicklung der Welt und Wissenschaft hat, gehen die Lernenden mithilfe von Sachtexten (Zeitungen, Wissenschaftsmagazinen), aber auch Dokumentationen nach. Zwei Dokumentationen, die dafür interessant sind:

ZDF-Doku (2016): Schöne Neue Welt, Link hier

Arte-Doku (2020): ihuman, Link hier (Bitte beachtet, dass die Dokumentationen meist nur einen bestimmten Zeitraum lang verfügbar sind)

Natürlich sollten bei den Dokus immer auch das Storytelling sowie die dahinterliegenden Wertvorstellungen und filmische Umsetzung thematisiert werden.

Perspektivisch werden die Schülerinnen und Schüler durch Berücksichtigung der literarischen Ganzschrift sowie zusätzlichen Materialen dazu in die Lage versetzt, eine begründete Positionierung zu den Fragen vorzunehmen, welche Bezüge sie zum Drama herstellen, wie sie wissenschaftliche Entwicklungen beurteilen und welche Verantwortung von der Wissenschaft her ausgeht.

Rückgriff auf Eindrücke

Abschließend finde ich es gewinnbringend, einen Blick auf die zu Beginn der Reihe vorgenomme Gruppierung von Schwerpunkten und Fragen vorzunehmen, um auf dieser Grundlage gemeinsam den Lernprozess zu reflektieren.

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Photo by Roman Mager on Unsplash

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Sprachvarietäten, Sprachwandel https://digitales-klassenzimmer.org/sprachvarietaeten-sprachwandel/ https://digitales-klassenzimmer.org/sprachvarietaeten-sprachwandel/#respond Mon, 15 Feb 2021 19:28:51 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=6760 Ideen für eine Reihe in der Q-Phase

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Ideen für eine Reihe in der Q-Phase

In der Obligatorik für das Abitur in NRW sind die Themenkomplexe ,,Sprachvarietäten und ihre gesellschaftliche Bedeutung (Dialekte und Soziolekte)“ sowie ,,Sprachgeschichtlicher Wandel“ schon lange nicht mehr wegzudenken. Bis zum Jahre 2023 bleiben sie zumindest sowohl im GK als auch im LK in den Vorgaben erhalten. Kein Wunder also, dass es zu diesen Themenkomplexen bereits vielfältige Themenhefte von einschlägigen Verlagen gibt, welche zum Unterrichten herangezogen werden können. Doch was soll man davon genau auswählen? Wie akzentuiert man die Reihe? Und welche Integration digitaler Medien ist sinnvoll? Im Anschluss skizziere ich Ideen zu einem möglichen Vorgehen. Dabei wird nicht zwischen einem Grundkurs oder einem Leistungskurs unterschieden. Entsprechende Texte findet ihr in themenspezifischen Heften, den gängigen Deutschbüchern sowie auch in Zeitungen/Magazinen (online). Viel Spaß!

Kurzer Disclaimer: Natürlich sind die folgenden Ausführungen – wie immer – als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.

Verschiedene Sprachvarietäten kennenlernen

Zur Annäherung an das Thema werden auf einem FLINGA Board (jeweils ein Board für eine Gruppe) verschiedene Zitate zu unterschiedlichen Sprachvarietäten (z. B. verschiedene Dialekte, Jugendsprache, Ethnolekte, Fachsprache, literarisch-künstlerische Sprache etc.) präsentiert. Diese Zitate können selbst entsprechenden Werken und Alltagsbeobachtungen entnommen sein. Die Schülerinnen und Schüler ordnen diese Zitate zu Gruppen, begründen ihre Auswahl und finden dann Überschriften für die jeweiligen Gruppierungen. Unterschiedliche Ergebnisse sind denkbar, die dann miteinander verglichen werden. Daran anschließend wird der Begriff der Varietät eingeführt (anschreiben, in die Suchmaschine eingeben) und der Zusammenhang zwischen dem Begriff und den Zitaten hergestellt. Weitere Beispiele aus dem Alltag/den Beobachtungen der Lernenden ergänzen das jeweilige Board.

Sprachmodelle kennenlernen und miteinander vergleichen

Nach den ersten Beobachtungen und Systemasierungsversuchen der Schülerinnen und Schüler werden die Überlegungen der Lernenden durch Modelle (inkl. Text) zum Sprachsystem des Deutschen (finden sich z. B. in Deutschbüchern) erweitert. Dazu bietet sich z. B. ein arbeitsteligiges Verfahren an: Jeweils eine Gruppe bekommt ein Modell zugeordnet, das erklärt und präsentiert werden soll. Die Ergebnisse werden kollaborativ für alle in einem Padlet (z. B. Regalansicht) gesichert und dieses Padelt dient als Grundlage für alle Präsentationen. So können auch Aussagen gemeinsam digital ergänzt und ggf. verbessert/revidiert werden. Auf der Grundlage aller Präsentationen werden die Modelle miteinander verglichen und Bezüge zu dem eigenen, ersten Systematisierungsversuch (siehe oben ) hergestellt.

Videos zu Sprachvarietäten beurteilen

An dieser Stelle ist auch ein Blick auf Lern- bzw. Erklärvideos zu Sprachvarietäten interessant. Handelt es dich bei den Videos um ,,gute“ Videos? Warum (nicht)? Was könnte verbessert werden? Dazu ist es sinnvoll, zunächst Kriterien für gelungene Erklärvideos zu entwickeln und anhand derer die vorgestellten Videos zu überprüfen bzw. zu beurteilen. Ich verlinke euch zwei Videos im Folgenden. Da aber zu erwarten ist, dass die Anzahl der Videos im Laufe der Zeit steigt, könnt ihr selbst auch entspechende Videos mit den einschlägigen Schlagwörtern bei z. B. YouTube suchen.

Beispiel 1: Link hier (The Simple Club)

Beispiel 2: Link hier (Die Merkhilfe – bis Minute 3:35, dann folgt das Thema Sprachwandel)

Varietäten untersuchen und deren Bedeutung beurteilen

Merkmale von Dialekten und Soziolekten können als Rechercheauftrag oder aber auch durch zusammengestellte Texte (z. B. aus Deutschbüchern) herausgearbeitet werden. Daran schließt sich deren gesellschaftliche Bedeutung/Beurteilung an: Welche Positionen gibt es zu Sprachvarietäten und deren Einfluss (auf die Standardsprache) (Wandel vs. Verfall)? Welche Argumente werden dabei angebracht? Hier können auch Positionslinien zum Einsatz kommen, die vor und nach der Erarbeitung von Texten wiederholt werden. Postionslinien sind durch das Benennen und Vergleichen von Zahlen, die individuell ausgeschrieben werden (1-10), das Setzen eines Kreues in einem Whiteboard oder aber auch durch Padlet Timeline (1-10, kommentieren, liken) möglich. Unsere Sprache heutzutage wird u. a. von Migrationsbewegungen, der globalen Kommunikationsprache, identitätsstiftenden, kreativen Prozessen und der Kultur der Digitalität beeinflusst. Texte zu Jugendsprache, Ethnolekten sowie Dialekten u. v. m. finden sich in vielen gängigen Themenheften und Deutschbüchern sowie Zeitungen/Magazinen.

Sprachgeschichtlichen Wandel verstehen

Diese Einheit steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Bedeutung von Sprächvarietäten. Ziel ist es, u. a. historisch nachzuzeichnen, dass es Veränderungen in der deutschen Sprache schon immer gegeben hat und zu erläutern, wie diese aussahen und worin die Mechanismen des Sprachwandels bestehen. Dazu können Texte herangezogen werden, welche u. a. die erste sowie die zweite Lautverschiebung sowie das Verhältnis von mündlicher und schriftlicher Sprache thematisieren. Hier findet sich ein Beispieltext aus dem Netz. In dieser Einheit ist auch eine Auswahl von kontinuierlichen sowie diskontinuierlichen Texte gut einsetzbar. Die Informationen aus den verschiedenen Textarten werden durch die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mithilfe eines Zeitstrahls (Padlet Timeline) in Gruppen kollaborativ aufgearbeitet.

In dem gesamten Themenkonplex ergeben sich natürlicherweise auch Verbindungen zu (neuen) Medienwirklichkeiten und die Auswirkungen dieser auf die Sprache. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Modell von Koch/Oesterreicher sowie eine Erweiterung/Diskussion dessen von Christa Dürscheid. Hier ein verlinkter Aufsatz.

Klausur

Als Klausur bietet sich beispielsweise eine Sachtextanalyse mit weiterführendem Schreibauftrag oder das materialgestützte Schreiben an. Die Sachtextanalyse kann gut anhand von Texten verschiedener Wissenschaftlicher:innen, insb. Linguist:innen oder auch Journalist:innen etc. eingeübt werden. Für das materialgestützte Schreiben ist es wahrscheinlich sinnvoll, sich einen Pool von Aufgaben (mit den Kolleg:innen der Fachschaft) anzulegen, welche zur Übung sowie dann zur Klausur (Nachschreibklausur) verwendet werden sollen. Zur Materialsammlung beider Typen kann das schulinterne Lernmanagementsystem oder auch ein Fachschaftspadlet (mit Passwort) dienen.

Für mehr Ideen zu Reihen im Deutschunterricht klicke hier.

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Foto: Photo by Volodymyr Hryshchenko on Unsplash

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Unter der Drachenwand https://digitales-klassenzimmer.org/unter-der-drachenwand/ https://digitales-klassenzimmer.org/unter-der-drachenwand/#respond Sun, 20 Dec 2020 09:45:44 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=6485 Unterrichtsideen zu Arno Geigers Roman

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Unterrichtsideen zu Arno Geigers Roman

Geigers Roman ist in NRW 2022 sowie 2023 Pflichtlektüre im Zentralbitur des Leistungskurses Deutsch. In diesem Beitrag werden daher Unterrichtsideen für eine Reihe vorgestellt. Viel Spaß!

Kurzer Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als abgeschlossen oder absolut zu verstehen.

Über den Roman ins Gespräch kommen – Lesemotivation aufbauen

Bevor der Roman von den Schülerinnen und Schülern (z. B. über die Ferien oder einen anderen Zeitraum) selbstständig gelesen wird, kann bereits ein Einstieg darüber erfolgen, was sie von dem Roman erwarten. Dazu werden das Cover des Buches sowie Zitate aus Rezensionen (von der Lehrkraft ausgewählt) herangezogen, die dazu dienen, sich einen ersten Eindruck über den Roman zu verschaffen. Zudem wird das Buch gemeinsam ,,angelesen“. Eine kollaborative Sammlung der Eindrücke in digitaler Form (z. B. über FLINGA oder Padlet) dient als Gesprächsgrundlage, um beispielsweise Themen und Figuren des Romans kennenzulernen. Im besten Fall wird so eine Lesemotivation für den individuellen Leseprozess aufgebaut.

Den Roman eigenständig lesenEindrücke kollaborativ sammeln

Haben die Lernenden die Aufgabe, den Roman bis zu einem festeglegten Datum ganz gelesen haben zu müssen, so ist es ein motivierendes Vorgehen, Etappenziele in Form eines Padlets (Regalansicht) festzuhalten. Die Schülerinnen und Schüler haben dann (anonym) die Möglichkeit, individuelle Leseeindrücke sowie Fragen zu einem bestimmten Abschnitt in einer Spalte festzuhalten. Eindrücke von anderen Mitschülerinnen und Mitschülern motivieren zum weiteren Lesen und der Textauseinandersetzung. Diese können später im Unterricht aufgegriffen werden: So erfolgt beispielsweise am Ende der Reihe eine Reflexion darüber, ob die Lernenden ihre ersten Eindrücke bestätigt fühlen und Fragen, die sie zu Beginn der individuellen Lektüre hatten, nun klären können.

In diesem Artikel habe ich weitere Ideen zum Lesen von Ganzschriften festgehalten.

Anmerkung: Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrages ist es so, dass es bei YouTube nur ein Lernvideo gibt, die sich die Lernenden zur Erschließung des Handlungsverlaufs (Zusammenfassung) anschauen könnten. Das Video verlinke ich hier.

Die Figurenkonstellation erschließen

Mithilfe von FLINGA Whiteboard wird die Figurenkonstellation in Gruppen kollaborativ erarbeitet. Entweder stellt man den Schülerinnen und Schülern ein blankes Whiteboard zur Verfügung oder man bereitet ein Whiteboard vor, auf dem schon Figuren (z. B. auch ,,falsche=zusätzliche“ Figuren) vorgegeben sind. Die Lernenden müssen in Gruppen klären, welche Figuren Teil der Handlung sind und Verbindungen (Pfeile, Texterläterungen) zu anderen Figuren ergänzen. Redundante Figuren werden aus dem Whiteboard gelöscht.

Multiperspektivität und Erzähler:innen untersuchen

Auf der Grundlage der Figurenkonstellation kann zunächst die Frage geklärt werden, aus welcher/welchen Perspektive/n der Roman erzählt wird, wie der Roman generell aufgebaut ist und welchen Effekt dies erzeugt. Die vier Perspektiven (Veit Kolbe, Lore Neff, Kurt Ritler, Georg Meyer ) werden dann näher in den Blick genommen, indem die Figuren arbeitsteilig näher vorgestellt werden bzw. deren Geschichte und Schreibstil an ausgewählten Textstellen nachgezeichnet und analysiert wird. Die Sammlung erfolgt kollaborativ in einem gemeinsamen Padlet, was den Vorteil hat, dass die Arbeitsergebnisse dann schon automatisch für alle an einem Ort gesichert sind. Es schließt sich die Frage an, welche Wirkung die Wahl der Multiperspektivität der Figuren (ohne auktorialen Erzähler) für den gesamten Roman hat.

Figuren(entwicklung) sowie die Bedeutung der Leitmotive untersuchen

Die Ergebnisse von Analysen zu einzelnen Figuren (und deren Entwicklung) oder Leitmotiven (Gewächshaus, Drachenwand) werden stichpunktartig digital festgehalten. Dafür kann Padlet oder das persönliche Lernmanagementsystem genutzt werden. Beispielsweise werden die Hinweise auf die Textstellen zu einem Analyseaspekt von der Lehrkraft in themenbezogenen Spalten hinterlegt, sodass die Schülerinnen und Schüler dort auch direkt ihre Ergebnisse eintragen können.

Erzähltechnik untersuchen

Auszüge aus dem Roman eigenen sich gut, um Fachbegriffe der Erzähltechnik zu wiederholen, erklären und anzuwenden. Dies geschieht beispielsweise mithilfe eines interaktiven Bildes: Ein Auszug eines Textauszuges (oder mehrerer Auszüge) wird als Bild hochgeladen, die Erklärungen zur Erzähltechnik hinter Icons, die auf eine Textstelle verweisen, hinterlegt. Geübt wird (unter Zuhilfenahme des Bildes) selbstständig an anderen Textstellen. Möglich sind auch Zuordnungsaufgaben (Textstelle, Fachbegriff) mit dem Tool FLINGA oder Oncoo. Natürlich sollte die Funktion bzw. Wirkung der eingesetzten Technik im Anschluss diskutiert werden (z. B. Etablieren von Nähe zu den Figuren).

Weitere Artikel zur modernen Erzähltechnik oder eine Zusammenfassung relevanter Begriffe befinden sich auch im Netz, wenn man mithilfe entsprechender Schlagwörter sucht.

Rezensionen im Videoformat

Im Netz befinden sich nicht nur vielfältige schriftliche Rezensionen, sondern auch Rezensionen im Videoformat. Diese bieten Anlass für eine Diskussion im Unterricht, bei dem die Frage im Mittelpunkt steht, ob und inwiefern der Roman als gelungen bezeichnet werden kann. Aus den Videobeiträgen lassen sich z. B. Kategorien zur Beurteilung, ob der Roman lesenswert ist, ableiten. Diese Kriterien könnten aber natürlich auch vor Anschauen der Rezensionen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden, sodass nicht nur inhaltlich Stellung zu den Punkten des Rezensenten genommen wird, sondern auch zu den aufgegriffenen Kriterien. Im Folgenden findet ihr ein Beispiel für eine Videorezension, eine weitere Suche lohnt sich aber bestimmt.

Video: Literatur ist alles: Arno Geiger ,,Unter der Drachenwand“ (Link hier)

Zur Sammlung von Argumenten zu einer Fragestellung (z. B. Beurteilung des Romans) eignet sich auch das digitale Tool Tricider. Diese Sammlung könnte zudem als Grundlage zum Verfassen einer eigenen (Video)Rezension dienen.

Den Autor Arno Geiger im Interview kennenlernen

Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die im Unterricht behandelt werden, lebt Arno Geiger (in Wien) und es existiert Videomaterial von Interviews mit ihm. Dieses ist sicherlich besonders interessant für Schülerinnen und Schüler, da Arno Geiger in diesen über die Entstehung seines Romans, den kreativen Schreibprozess und vieles mehr redet. Ein Video verlinke ich euch folgend inkl. Fragen, die im Video von Arno Geiger beantwortet werden.

Video: MDR Kultur: Arno Geiger: ,,Ein Buch über schmerzhafte Dinge.“ (Link hier)

  • In welchem Verhätnis stehen Sie als Autor zu den Figuren im Schreibprozess?
  • Warum schreiben Sie über eine solche Zeit?
  • Worum geht es in dem Roman?
  • Wie ist ein indivuelles Leben in einer faschistischen Diktatur möglich?
  • Die Rolle des Existenzialismus: Was haben Sie als Autor im Schreibprozess bewusst mitgedacht hat und was nicht?
  • Wie konzipiert ein:e Schriftsteller:in ein Buch?
  • Welche Rolle spielt Empathie in der Konzeption von Figuren?
  • Wie beschreiben Sie den Protagonisten des Romans?
  • Warum werden Namen mit H. Und F. abgekürzt?
  • Warum verwenden Sie Schrägstriche und alternative Wendungen?

Das Video kann gemeinsam im Unterricht oder alleine zuhause angeschaut werden (Flipped Classroom), wobei die Antworten individuell dokumentiert/notiert werden. Eine anschließende Diskussion im Plenum greift Gedanken und Erkenntnisse der Lernenden zum Interview auf.

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Photo by Radek Kozák on Unsplash (Das Foto wurde am Mondsee aufgeommen)

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Das Haus in der Dorotheenstraße https://digitales-klassenzimmer.org/das-haus-in-der-dorotheenstrasse/ https://digitales-klassenzimmer.org/das-haus-in-der-dorotheenstrasse/#respond Mon, 14 Dec 2020 14:26:17 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=6377 Unterrichtsideen zu Hartmut Langes Novelle

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Unterrichtsideen zu Hartmut Langes Novelle

In NRW ist die Novelle im LK zurzeit Pflichtlektüre (2020), sodass ich ich sie auch schon unterrichtet habe. In diesem Beitrag findet ihr daher ein paar Unterrichtsideen. Viel Spaß!

Kurzer Disclaimer: Natürlich sind diese Ausführungen – wie immer – als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen.

Mögliches Vorgehen

Da die Novelle sehr überschaubar und die sechs Kapitel entsprechend kurz sind, kann die Novelle im Unterricht gemeinsam gelesen werden. Nach jedem Kapitel beispielsweise wird zunächst Raum für individuelle Eindrücke und Gedanken zum Text gegeben, woran sich eine nähere Betrachtung verschiedener Aspekte, die im Fortgang dieses Beitrages vorgestellt werden, anschließt. Mit Fortschreiten des Lesens ergeben sich dann immer mehr Querbezüge und Vernetzungsmöglichkeiten.

Umgebung Berlins/Teltowkanal

Natürlich handelt es sich um einen fiktionalen Text, bei dem die dargestellte Landschaft nicht mit der Realität übereinstimmen muss, trotzdem kann eine Bildersuche im Internet zu den beschriebenen Orten interessant sein, um die dargestellten Orte und Atmosphären miteinander zu vergleichen.

Die Figur Gottfried Klausen und seine Entwicklung/Analyse des Raums

Wer ist der Protagonist grundsätzlich? Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen ihm und seiner Frau Xenia? Entwicklungen und Verläufe sollen am Text nachgezeichnet und mit Schlussfolgerungen verknüpft werden. Dafür eignen sich sukzessiv aufbauende Einträge in einem Padlet (Regalansicht oder Timeline), die kollaborativ von allen Lernenden bearbeitet und ergänzt werden können. Interessant ist es auch, in welchem Verhältnis der fiktive Raum und der Zustand von Gottfried Klausen stehen. Daher können auch Bilder (z. B. durch eine eigene Suche) diesen Textbelägen zusätzlich zugeordnet werden (ins Padelt hochladen).

Erzähltechnik und -stil

Direkte/indirekte Figurenrede oder der Wechel von Erzählern/Erzählsituationen etc. : Die Novelle eignet sich gut, um Aspekte der Erzähltechnik zu wiederholen und natürlich auch Langes Erzählstil zu kennzeichnen. Beispielsweise kann ein interaktives Bild vorbereitet werden, bei dem ein Textausschnitt als Bild hochgeladen wird. Die eingefügten Icons geben dann Hinweise auf die jeweilige Erzähltechnik (sowie deren Funktion/Wirkung). Eine Übertragung des Gelernten erfolgt an einer anderen Textstelle. Zu einem Tutorial zur Erstellung von interaktiven Bildern geht es hier.

Xenia und Gottfried Klausen

Das Füllen von Leerstellen durch Figurenrede (z. B. als Audioaufnahme) ist interessant, um die Suggestivkraft, die Lange in Bezug auf die Figuren entfaltet, durch die Schülerinnen und Schülern in Worte zu fassen und sich einer Figureninterpretation anzunähern.

Die Rolle des Theaters und Shakespeares Othello

Die Rolle des Theaters und der Figur des Othello für die (Entwicklung der) Figur Gottfried Klausen liefert interessante Untersuchungspunkte. Dazu ist es sinnvoll, sich über den Handlungsverlauf des Stückes von Shakespeare zu informieren. Dies kann als Rechercheauftrag oder aber auch mithilfe eines Videos geschehen.

Das Instanzenmodell nach Freud

Zur Erklärung von Gottfried Klausens Zuständen und seiner Entwicklung kann Freuds Instanzenmodell herangezogen werden. Wenn die Schülerinnen und Schüler dieses schon kennen, eignet sich beispielsweise eine Zeichnung, um wesentliche Aspekte zu wiederholen und auf ausgewählte Textstellen anzuwenden. Wurde eine Zeichnung bisher nicht im Unterricht erstellt, wird man auch bei der Bildersuche im Netz fündig. Auch bei YouTube gibt es mehrere Videos, die sich mit dem Instanzenmodell beschäftigen (Qualität prüfen).

Vergleich von Gottfried Klausen mit Figuren aus anderen Werken

Der Vergleich von Klausen mit anderen literarischen Figuren aus bereits gelesenen Werken erfolgt in einem Padlet spaltenweise (z. B. eine Spalte für eine Figur). Weitere Figuren werden im Laufe der Zeit ergänzt.

Autor/Bewertung von Videos

Zusätzlich denkbar sind die Bewertung von Videos zum Handlungsverlauf (Verlinkung hier) oder aber auch die Vorstellung weiterer Novellen Langes sowie dem Autor in einer Präsentation.

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Bild: Photo by Gabriel de Souza on Unsplash (Das Bild wurde nicht am Teltowkanal aufgenommen, an der sich das fiktionale Haus befindet. Das Bild ähnelt aber Aufnahmen aus der Gegend, die leicht mit der Suchmaschine zu finden sind.)

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Barock https://digitales-klassenzimmer.org/barock/ https://digitales-klassenzimmer.org/barock/#respond Fri, 20 Nov 2020 15:26:09 +0000 http://digitales-klassenzimmer.org/?p=5256 Ideen für eine Reihe in der Q-Phase

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Ideen für eine Reihe in der Q-Phase

Was kann man zum Barock im Deutschunterricht (mit digitalen Medien) so machen?

In diesem Beitrag findest du erprobte Ideen und Inspirationen zu einer (kurzen) Reihe in der Q-Phase. Viel Spaß!

Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ideen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen. Es wird außerdem nicht zwischen einem Grundkurs und einem Leistungskurs differenziert. Viel Spaß!

Annäherung an die Epoche

a) durch eine Recherche

Durch eine kurze Internetrecherche kann eine Annäherung an die Epoche geschehen, die nicht nur Literatur, sondern auch Architektur, Kunst allgemein usw. umfasst. Im Zuge der Internetrecherche können dann Aspekte der Medienkompetenz trainiert werden, z. B. Wie erkenne ich eine seriöse Internetquelle? Welche Nachweise werden auf Plattformen wie Wikipedia angegeben? Ist Wikipedia eine seriöse Quelle?

Aspekte können entweder im Plenum gesammelt oder auch mithilfe einer Präsentation in Gruppen aufbereitet werden. Hier auch noch einmal eine allgemeine Zusammenstellung zum Barock und seiner Lyrik.

b) durch Präsentationen oder Videos

Vorbereitende Präsentationen oder Videos können einen ersten Einblick in die Epoche des Barock geben. Hier findet ihr eine frei verfügbare Präsentation und auch bei YouTube finden sich Videos zu allen Literaturepochen (voher sollte die Qualität des Videos geprüft werden), ein Beispiel dafür findet sich hier.

c) durch ein interaktives Bild

Mithilfe eines interaktiven Bildes können die Lernenden Orientierungswissen zum Barock erarbeiten. Auf einem Bild, das mit Genially durch die Lehrkaft erstellt wird, werden ausgewählte Texte, Bilder und Internetquellen (können auch Videos sein) verlinkt. Dadurch kann über Autoren, die Regelpoetik, Leitmotive und die Zeitumstände informiert werden. Beispielsweise könnten die Quellen einzeln bearbeitet und die TOP 10 zum Barock mit dem Partner festgehalten werden. Eine Sicherung erfolgt im Plenum.

Poetologische Konzepte – Sachtexte erschließen

Sachtexte, z. B. Ausschnitte aus Martin Opitz Buch von der deutschen Poeterey können auch in einem interaktiven Bild mit individuellen Hilfen versehen werden. Dazu lädt man als Ausgangsbild einfach ein Bild von dem entsprechenden Text hoch und versieht diesen mit interaktiven Elementen als Lesehilfe, Reflexionsanlass oder mit einer Aufgabe.

Embleme deuten

Neben Gedichten können auch barocktypische Embleme gedeutet (und mit Gedichten verglichen) werden. Eine Auswahl an Emblemen könnt ihr beispielsweise hier finden.

Gedichte analysieren

Gedichte können in Einzel-, Partner- oder/und Gruppenarbeit analysiert und im Plenum präsentiert und besprochen werden. Für ein kollaboratives Arbeitsverfahren eignet sich auch ein Padlet, an dem alle Personen, die Zugriff darauf haben, (in Präsenz- sowie Distanzphasen) zeitgleich arbeiten können. Besonders attraktiv sind solche Lösungen (z. B. Padlet, CryptPad, Etherpad) auch für den Unterricht, bei dem die Schülerinnen und Schüler nicht die Plätze wechseln dürfen (Stand: November 2020). Hier finden sich zum Beispiel viele Gedichte der Epoche, die sich zur Analyse eignen.

Schriftliche Analysen verfassen oder/und Klausurvorbereitung

Ein Methoden- und Sprachtraining kann erfolgen, indem ein kollaboratives Dokument erstellt wird, in dem durch eine schriftliche Analyse geführt und Sprachbausteine als Hilfe vorgegeben werden. Auch epochenbezogenes Vokabular kann dort einfach gesammelt und fortwährend ergänzt werden. Hier findet ihr ein Beispiel für ein solches Gerüst, das mit Padlet kollaborativ erstellt wurde (Passwort: insta).

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Beitragsfoto: Pieter Claesz: Stillleben mit Totenkopf, Folianten, Taschenuhr und erloschener Öllampe, 1630, Öl auf Holz, 39,5 × 56 cm, Mauritshuis, Den Haag, gemeinfrei, zu finden unter diesem Link (20.11.20).

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