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]]>Wie kann man in eine Stunde zum produktionsorientierten Schreiben mit digitalen Medien gestalten?
Im Anschluss findet ihr die Darstellung einer Englischstunde der Klasse 8, die ca. 90 Minuten umfasst. Auch wenn die konkrete Stunde sich auf das Fach Englisch bezieht, können sicherlich Übertragungen auf andere sprachliche Fächer stattfinden.
Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ausführungen als Inspiration, nicht als absolut zu verstehen. Lerngruppen und Lehrkräfte sind verschieden. Unterricht sollte immer an die jeweiligen Bedingungen angepasst werden.
Kontext
Die Stunde wird im Fach Englisch (Klasse 8 – gegen Schuljahresende) in einer Reihe zum Thema Segregation/Civil Rights Movement (orientiert am Englischbuch) verortet. Vorausgegangen ist der Stunde eine Einführung (anhand von Bildern und kurzen Texten) in die historischen Umstände der Segregation in den USA in den 50er und 60er Jahren und die Bedeutung des Civil Rights Movement (am Buch orientiert).
Konkret wurde in der Stunde zuvor ein Text aus dem Englischbuch gelesen, in dem die Lebensgeschichte der weiblichen Hauptfigur (Melba), ihre erlebte Diskriminierung etc., beginnend mit dem Kindesalter, darstellt wird. Der Text wurde inhaltlich erschlossen, neue Vokabeln eingeführt und diese auch von den Lernenden im Gespräch verwendet.
Einstieg
Sammlung von Wörtern zur Geschichte
Which words do you connect to the story?
Zur Reaktivierung des Vokabulars zum Text wird die Frage gestellt, welche Wörter die SuS mit der zuvor gelesenen/gehörten Geschichte besonders verbinden. Diese Wörter werden in einer Wortwolke gesammelt. In der Stunde erfolgte die Sammlung mit AnswerGarden. Den Schülerinnen und Schülern wird der Zugriff entweder über einen Code, einen Link oder einen vorher vorbereiteten QR-Code ermöglicht.
Why (do you think) did you/people choose these words? Explain!
Anschießend wird die Wortwolke gemeinsam angeschaut und Gründe für die Auswahl der Wörter genannt. Dies führt automatisch dazu, mithilfe der Wörter Sätze zu bilden und die Wörter zu kontextualisieren, wodurch zentrale Elemente der Geschichte wiederholt und verbalisiert werden. Die Wortwolke dient somit als Sprachgerüst. Äußerungen können mündlich mithilfe einer Meldekette erfolgen.
Sprachliche Korrektur
In einer kurzen Phase werden sprachliche Fehler, die in der Wortwolke zu finden sind, korrigiert. Dazu findet ihr hier einen kurzen Beitrag, in dem zwei Möglichkeiten zur Korrektur vorgestellt werden.
Überleitung
What do you think and feel about Melba’s experiences in the story? Give reasons!
Bevor der Arbeitsauftrag benannt wird, kann mündlich eine kurze mündliche Diskussion darüber initiiert werden, wie die Lernenden persönlich zu der Lebensgeschichte der Protagonistin stehen bzw. welche Gedanken und Gefühle sie damit (warum) verbinden.
Arbeitsauftrag
You are a pupil in Germany in 2010 (when Melba is still alive) and just read about Melba’s life. Write an e-mail to her, in which you express your thoughts and feelings about her life and her experiences.
Kriterien festhalten
Die Kriterien zum Verfassen einer E-Mail (respektiv ein anderes Textformat) werden gemeinsam wiederholt und digital oder an der Tafel festgehalten. Insbesondere ist ein gehobener Sprachstil anzuwenden, da sich die Mail an eine unbekannte, ältere Person richtet.
Erarbeitung
Die Schülerinnen und Schüler verfassen einen individuellen Text mithilfe des Sprachgerüstes sowie dem Zugang zu Wörterbüchern. Der eigene Text wird, wenn die Lernenden dazu bereit sind, ins Padlet hochgeladen. Möchten die Schülerinnen und Schüler (oder wenige) unter gar keinen Umständen ihre Ergebnisse ins Padlet laden, besteht die Möglichkeit, die Texte nur mit dem Partner auszutauschen. An dieser Stelle ist es vielleicht zentral, dass in dem Kurs eine positive, wertschätzende Fehlerkultur etabliert ist und diese Haltung durch die Lehrkraft authentisch vermittelt wird.
Sicherung
Die Lernenden geben ihrem Partner nach den vorgegebenen Kriterien gegenseitiges Feedback. Sind sie damit früh fertig, können sie sich noch weitere Texte digital anschauen und bei diesen (durch Kommentare) wertschätzendes und konstruktives Feedback hinterlassen. Einzelne Texte werden dann in der Klasse vorgelesen und noch einmal gewürdigt. Liegen die Texte für alle digital vor, ist es möglich, beim Vorlesen den Text auch durch Lesen am eigenen Endgerät zu verfolgen. Der Feedbackprozess wird durch die Lehrkraft begleitet, besonders auch in Hinblick auf eine Kompetenzerweiterung der Lernenden in diesem Bereich. Sprachliche Auffälligkeiten können noch einmal für alle festgehalten werden.
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Foto: Gefunden auf Unsplash: Civil rights march on Washington, D.C. Film negative by photographer Warren K. Leffler, 1963. From the U.S. News & World Report Collection. Library of Congress Prints & Photographs Division. Photograph shows a procession of African Americans carrying signs for equal rights, integrated schools, decent housing, and an end to bias. https://www.loc.gov/item/2003654393/
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]]>Der Beitrag The Digital Age erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Ausgeschrieben müsste der Titel dieser Reihe der EF lauten ,,Communicating in the Digital Age“, für den Beitrag habe ich jetzt einfach einmal die Kurzvariante gewählt ;-). Viel Spaß!
Kurzer Disclaimer: Wie immer sind die folgenden Ideen als Inspiration, nicht als absolut oder abgeschlossen zu verstehen. Texte zu vielen Themen finden sich in Englischbüchern für die Oberstufe, eine Suche im Internet nach aktuelleren Statistiken, Texten usw. lohnt sich aber natürlich auch. Am Ende dieser Reihe kann beispielsweise der Klausurtyp Schreiben mit Leseverstehen (integriert)/Hör-(Seh)verstehen (isoliert) stehen, was durch Videos oder Hörbeiträge gut trainiert werden kann.
How do teenagers communicate?
Darüber, wie die Schülerinnen und Schüler heutzutage kommunizieren, können die Lernenden zunächst einmal ins Gespräch kommen. Dazu können Umfragen digital generiert und durchgeführt werden, deren Ergebnisse eine Grundlage für ein Gespräch bieten (z. B. mit Mentimeter oder CryptPad). Mithilfe von Interview- bzw. Diskussionsfragen (kann man auch digital vorbereiten und auf einer großen Projektionsfläche einblenden) können außerdem Gespräche in Partner- und Gruppenarbeit angeregt werden. Im Folgenden sind noch zwei Texte angegeben, die in diesem Zusammenhang thematisch interessant sein könnten.
Text by Katy Steinmetz (2018): Teens are over face-to-face communication, study says. TIME (available online)
Text by Jamie Durcharme (2018): What is phubbing? TIME (available online)
Who are you online?
Common Sense Education hat unter dem Titel ,,Teen Voices“ eine Playlist von zehn Videos veröffentlicht, bei denen es um unterschiedliche Aspekte der Online-Identität, Freundschaften in sozialen Medien, Verhalten im digitalen Raum u. v. m. geht. Zu der Playlist kommt ihr hier. Die Videos bieten gute Grundlagen für Diskussionen, regen zum Nachdenken an und trainieren das Hör-(Seh)Verstehen. Zwei Videos mit Beispielfragen verlinke ich euch direkt im nächsten Abschnitt, ein Durchstöbern der gesamten Liste lohnt sich dennoch.
Video: Who are you on social media? (Link to video here)
Video: Friendships and boundaries (Link to video here)
What is a digital footprint?
Welche Informationen und Spuren hinterlassen wir eigentlich, wenn wir uns im digitalen Raum bewegen? Um diese Frage geht es zunächst in diesem Video ,,Introduction to the Digital Footprint“, Link here. Fragen, die darin beantwortet werden, lauten:
In diesem Zusammenhang kann auch ein Video aus der im vorangegangenen Abschnitt vorgestellten Playlist mit dem Titel ,,Oversharing and Your Digital Footprint“ sein (Link to video here). Fragen, die in diesem Video eine Rolle spielen, lauten
Ein wenig komplexer, aber dafür umso interessanter, wird es in dem TED-Talk über „Psychological Targeting“. In dem 15-minütigen Video erklärt die Psychologin Sandra Matz, wie durch den digitalen Fußabdruck Profile extrahiert werden, die dann im Anschluss für weitere Zwecke (z. B. Werbung) genutzt werden. Wie diese Mechanismen funktinieren, was Facebook damit zu tun hat und welche Konsequenzen das für unsere Zukunft haben wird, kann man in ihrem Talk (Link hier) anhören. Es besteht bei YouTube-Videos auch die Möglichkeit, automatische Untertitel anzeigen zu lassen oder die Videos individuell anzuschauen, sodass individuelle Pausen eingelegt werden können. Folgende Fragen spielen im Talk eine Rolle:
Navigating digital information
John Green, Autor und Gründer der erfolgreichen Serie ,,Crash Course“ auf YouTube, moderiert elf Videofolgen zum übergeordneten Thema Navigating Digital Information. Hier geht es zur gesamten Playlist, die unter veschiedenen Aspekten interessant für den Unterricht sein kann: Wie finde ich glaubwürdige Informationen im Netz? Was kann ich gegen Falschinformationen tun? Was ist ein Algorithmus und wie beeinflusst er uns unsere Sichtweise, z. B. auf sozialen Medien (Folge 11)?
Video (Folge 3): Lateral Reading: How to find trustworthy information. Link here
Wortschatz
Zum Thema passende neue Wörter können reihenübergreifend in einem gemeinsamen Dokument kollaborativ gesammelt (und ggf. erklärt) werden. Dazu kann ein Whiteboard genutzt werden, ein Padlet, ein Office-Dokument oder auch ein AnswerGarden, der über einen längeren Zeitraum (kann eingestellt werden) bestehen bleibt. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu angeleitet werden, thematisch neue Wörter selbstständig in dieses wachsende Dokument/Tool einzutragen. Es ist denkbar, dazu eine feste Zeit (z. B. wenige Minuten gegen Ende einer Stunde) einzuräumen. Diese Sammlung dient dann auch als Sprachgerüst für weitere Stunden sowie als Lernhilfe/Wiederholung für die Klausur.
Research project
Lernende können kurze Vorträge über die meist genutzten Dienste aus dem Internet vorbereiten und präsentieren. Kritische Stimmen zu Datenschutz und Macht der Unternehmen können dabei ebenso thematisiert werden wie die Geschichte und voranschreitende Entwicklung der Tech-Welt und die (positiven) Veränderungen, die sie brachten und bringen. Mögliche Firmen wären z. B. Alphabet/Google/YouTube, Facebook/Instagram/WhatsApp, Amazon, Apple, YouTube, TikTok etc.
Writing a blog (entry)
Im digitalen Zeitalter wird vielfach medial schriftich über Blogs oder Online-Magazine kommuniziert ( – Hier findest du mehr Informationen zu Blogs und dem Aufbau von Blogbeiträgen). Möchte man die Lernenden Artikel selbst produzieren lassen, kann man dies beispielsweise mit dem Instant-Blogging-Anbieter Telegraph unkompliziert tun. Durch Aufrufen der Seite, Eingeben eines Titels und das Drücken auf Publish wird eine Web-Adresse generiert, unter der man schreiben und die Einträge finden kann. Der Einsatz von anderen Tools für das Bloggen ist natürlich auch möglich.
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]]>Der Beitrag Wortwolken korrigieren erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Wie kann man Wortwolken schnell und effektiv korrigieren?
Wortwolken, die zum Beispiel mit AnswerGarden generiert werden, finde ich super praktisch: Sie sind mit wenigen Klicks erstellt, ermöglichen eine hohe Schülerinnen- und Schülerbeteiligung, bieten weitere Sprechanlässe und es reicht ein Handy, um Antworten eintippen zu können. Die erzeugten Wolken zeigen jedoch meist den einen oder anderen Rechtschreibfehler und bieten generell Anlass zur Sprachreflexion. Wie ich diese Reflexion ,technisch‘ durchführe, könnt ihr in den folgenden zwei Abschnitten nachlesen. Bitte beachtet auch die Anmerkung!
Screenshots
Hat man ein Tablet mit einem Stift zur Verfügung, kann von der erzeugten Wolke mit einem kurzen Klick ein Screenshot gemacht werden. Dieser wird automatisch unter den Bildern abgespeichert und kann unmittelbar nach der Aufnahme bei den Fotos aufgerufen werden. Beim iPad, das ich verwende, klicke ich also auf das entsprechende Foto, dann auf editieren (rechts oben), die drei Punkte (rechts oben) und schon werden mit Optionen zur Verwendung des Stiftes angezeigt. Die Wortwolke kann nun in einer gemeinsamen Besprechung sprachlich korrigiert und reflektiert werden. Zeitaufwand für die Einrichtung: 15 Sekunden.
Rechtschreiblupe
Hat man kein Tablet mit Stift zur Hand, so bietet sich auch die Möglichkeit an, sprachlich fehlerhafte Wörter beispielsweise an der Tafel noch einmal korrekt zu verschriftlichen. Ein übliches Vorgehen meinerseits ist dabei das folgende: Ich zeichne eine Lupe an die Tafel (ca. wie auf dem Foto links eingefügt) und weise die Schülerinnen und Schüler darauf hin, dass sie jetzt Rechtschreibdetektive (spelling detectives) sind. Sie untersuchen die Wolke auf Rechtschreibfehler, nennen die korrekte Version (z. B. durch Buchstabieren) und ich halte die korrigierte Version für alle (an der Tafel) fest. Aus meiner Erfahrung eignet sich die ,,Lupenversion“ immer noch für die Mittelstufe und wenn man Lernende der Oberstufe nicht mehr als Rechtschreibdetektive bezeichnen möchte, so kann die Lupe doch als visuelles Zeichen für eine sprachliche Korrektur eingesetzt werden.
Anmerkung:
Die Wortwolke auf dem Bild ist eine authentische Wolke aus dem Unterricht der Mittelstufe, die zu einer Schulbuchgeschichte im Kontext des Civil Rights Movement entstanden ist. In diesem Kontext werden in der Schulbuchgeschichte auch sehr abwertende und angreifende Wörter verwendet, die das Schicksal der Hauptfigur wiedergeben. Diese Wörter wurden auch, wie man sieht, in der Wortwolke genannt und boten einen Sprechanlass zur Historie, zu Konnotationen und zur (Nicht)Verwendung der benannten Wörter. Im Unterricht wurde im weiteren Verlauf auf “systemic racism“ sowie #blacklivesmatter eingegangen.
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]]>Der Beitrag Die Leiden des jungen Werther erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Goethes Briefroman ,,Die Leiden des jungen Werther“ ist ein Klassiker, der – auch wenn nicht in den Abiturrichtlinien vorgeschrieben – oft zumindest in Auszügen gelesen wird und eigentlich zum Standardrepertoire des Deutschunterrichts der Oberstufe zählt. Im Folgenden findest du sechs erprobte Inspirationen für deinen Unterricht mit digitalen Medien (und ein analoges Add-on). Viel Spaß!
Sommers Weltliteratur to go: Jede Schülerin und jeder Schüler kennt mittlerweile die Zusammenfassungen von Sommers Weltliteratur to go (die Videos mit den Playmobilmännchen). Sie bieten eine Übersicht zum Handlungsverlauf und erfassen Themen des literarischen Werkes. Als Einstieg wird das Video gemeinsam angeschaut, um so mögliche Themen ausfindig zu machen und Fragestellungen zum Briefroman zu generieren. Darüber hinaus ist es interessant, leicht veränderte Elemente des Videos oder humoristische Anspielungen zu besprechen (und dafür muss man den Text kennen ;-)). Hier geht es direkt zum Video.
2. Handlungsverlauf und Themen #2
Mit Hilfe von Padlet (Vorlage: Timeline) lässt sich der Handlungsverlauf des Briefromans kollaborativ erarbeiten. Wenn der Handlungsverlauf in Gruppen kollaborativ erstellt wird (und es dann auch mehrere Gruppen gibt), kann sowohl eine Präsentation als auch eine individuelle Sichtung der Ergebnisse der anderen Gruppen mit den Endgeräten der Schülerinnen und Schülern erfolgen. Als Ergebnis werden relevate Themen, Fragestellungen sowie Hypothesen für eine weitere Textbetrachtung im Gespräch extrahiert und festgehalten (Tafel, Padlet, Word-Dokument etc.). Der Grundstein für eine Weiterarbeit in Folgestunden ist somit gelegt.
3. Werther als Originalgenie
Werther als Originalgenie ist ein Thema, das im Zusammenhang des Briefromans und des Sturm und Drangs besprochen wird. Je nachdem, ob man vom Primärtext aus an diesen Themenkomplex herangeht oder durch einen Sekundärtext, können Aussagen zu Werthers Charakter oder dem Begriff Genie (Sekundärtext) zunächst in einem Answergarden oder Mentimeter gesammelt und dann am Primärtext oder einem Sekundärtext zu dem Geniekult nachgewiesen/überprüft werden. Eine abschießende Stellungsnahme zum Geniekult oder die Herstellung eines Aktualitätsbezuges runden die Stunde beispielsweise ab.
4. Literarische Strömung ,,Sturm und Drang“
Mithilfe von Padlet können Merkmale der literarischen Strömung arbeitsteilig sowie kollaborativ erarbeitet und in einem Padlet festgehalten werden (z.B. mit der Spaltenansicht Shelf). Alternativ ist es auch möglich, ein bereits angelegtes Padlet (Vorlage: Timeline) zu literarischen Epochen (vorher: Barock, Aufklärung) zu ergänzen. Im weiteren Verlauf des Unterrichts werden weitere Epochen hinzugefügt.
5. Aspekte des Briefromans reflektieren
Zur Reflexion bieten sich vielfältige Aspekte des Briefromans an. Auch das Ende, gekennzeichnet durch Werther Freitod, ist ein möglicher Anlass zu einer Diskussion und Stellungnahme zum Umgang mit dem Thema Tod in der Gesellschaft (Epochen, heute). Unabhängig vom Thema ist folgende Vorgehensweise möglich: Aussagen der Lernenden zum Thema werden mithilfe von digitalen Karten gesammelt. Dies ist mithilfe von Oncoo, FLINGA Wall sowie Padlet möglich. Diese Aussagen bieten dann Anlass für ein Gespräch im Plenum. Die Diskussion wird von der Lehrkraft moderiert. Bei Oncoo können die digitalen Karten beispielsweise gruppiert und verschoben werden.
6. Innensicht von Lotte oder Albert
Wie fühlt sich Lotte wohl an bestimmten Stellen im Handlungsverlauf? Oder wie denkt Albert über das Streitgespräch zwischen Werther und ihm? Mögliche Selbstgespräche können mithilfe von Audioaufnahmen prinzipiell mit jedem Endgerät vertont werden. Diese werden dann vom Endgerät abgespielt oder in ein Padlet hochgeladen (dazu muss allerdings die Padlet-App auf dem Handy installiert sein), sodass andere sich diese (mit Kopfhörern) individuell anhören und auch kommentieren können. Padlet bietet zudem außerdem auch selbst eine integrierte Audiofunktion, d.h. in einem Padlet können direkt Aufnahmen gemacht werden (bei manchen Geräten muss dafür allerdings eine zusätzliche App geladen werden, sofern die Person keinen Padlet-Account hat).
7. Add-on:
Als Reaktion auf Goethes Werther und das damit einhergehende Werther-Fieber verfasste Friedrich Nicolai die Parodie ,,Freuden des jungen Werthers“. Für den Lk ist es sicherlich interessant, Nicolais aufklärerische Parodie mit dem Originalwerk in Auszügen aspektorientiert zu vergleichen und zu bewerten. So ein Vergleich bietet sich auch als Facharbeitsthema an. Der Originaltext ist bei einschlägigen Online-Händlern käuflich zu erwerben (Stand Juni 2020).
PS: Die Texte, die beispielsweise unter den Begriffen Orinalgenie und Sturm und Drang verlinkt wurden, sind lediglich als grobe Orientierung zum thematischen Gegenstand zu verstehen, nicht als Empfehlung für einen konkreten Unterrichtseinsatz.
Ergänzung (Nov. 2020): Hier findet ihr eine durchgeführte Beispielstunde im Zusammenhang mit dem Werther.
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Bild: Screenshot aus Sommers Weltliteratur to go (unter Punkt 1 verlinkt)
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]]>Der Beitrag Literaturunterricht mit digitalen Medien erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Wie kann literarisches Lernen, also Lernen ,,von, mit und über Literatur“ (Abraham/Launer 2002), im Unterricht mit digitalen Medien gestaltet werden? Im Folgenden findet ihr einige erprobte Beispiele mit verschiedenen Tools. Abwandlungen sind natürlich immer möglich. Viel Spaß!
Mithilfe von AnswerGarden https://answergarden.ch/ oder Mentimeter https://www.mentimeter.com/ werden – nach einem ersten Lesedurchgang – Eindrücke von Figuren gesammelt. Fragt ihr Eindrücke ab, können sowohl bewertende Aspekte (z.B. unsympathisch) sowie Eigenschaften und Verhalten (z.B. gierig) genannt werden. Diese werden anschließend durch eine Textanalyse begründet, sodass man nach der Textanalyse noch einmal auf das entsprechende AnswerGarden bzw. Mentimeter zurückgreifen kann.
2. Figurenkonstellation darstellen
Mithilfe von Flinga https://flinga.fi kann kollaborativ die Figurenkonstellation zu einem Werk in Gruppen erarbeitet und visuell ansprechend dargestellt werden. Zum Vergleich und zur Sicherung werden die Ergebnisse anschließend entweder exportiert oder es wird ein Screenshot gemacht und dieser in ein thematisch angelegtes Padlet, z.B. zum Werk ,,Das Leben des Galilei“, hochgeladen.
3. Handlungsverläufe darstellen
Mithilfe von Padlet Timeline http://www.padlet.com können Handlungsverläufe kollaborativ erstellt werden. Dazu einfach den SuS den Zugriff auf ein gemeinsames Padlet durch einen Link oder QR-Code geben, an dem in Echtzeit gearbeitet werden kann. Kleiner Tipp: Kurs/Klasse vorher in Gruppen aufteilen, sodass die Erarbeitung arbeitsteilig erfolgt. Es ist auch möglich, den gesamten Handlungsverlauf von mehreren Gruppen mit einem jeweils eigenen Padlet erarbeiten zu lassen. Die Entscheidung darüber hängt u.a. von der Länge und Komplexität des Werkes ab.
4. Sprachliche und erzählerische Mittel in ihrer Funktion analysieren
Ergebnisse einer detaillierten Textanalyse können (nach einem Austausch in der Kleingruppe oder einer Diskussion mit dem gesamten Kurs) mithilfe von Etherpads https://zumpad.zum.de/ oder einer Spalte in einem Padlet festgehalten bzw. dokumentiert werden. Etherpads für Kleingruppen eignen sich zudem als Grundlage für eine Präsentation. Weiterhin können Screenshots von den Etherpads in ein thematisches Padlet hochgeladen werden (siehe Punkt 2), um die Ergebnisse der ganzen Reihe an einem Ort zu sichern.
5. Werk im Gesamtkontext verstehen bzw. beurteilen
Mithilfe von Oncoo https://www.oncoo.de/ oder FLINGA Wall https://flinga.fi/tools können Aussagen oder Thesen zum Verständnis bzw. der Beurteilung des gesamten Werkes gesammelt werden. Diese dienen als Diskussionsgrundlage für eine Betrachtung mit der gesamten Klasse. So kann beispielsweise der Grad der Zustimmung zu einer Aussage ein Ausgangspunkt/Anstoß für eine Begründung/einen SuS-Beitrag sein, bei der/dem werkimmanentes sowie übergreifendes (Kontext)Wissen eingebracht werden muss.
Hier geht es zu fünf weiteren Ideen für den Literaturunterricht mit digitalen Medien.
Theorie
In dem Bochumer Modell literarischen Verstehens findest du literaturdidaktische Annahmen und Erläuterung rund um das Thema ,,Literarisches Lernen“. Das Dossier dazu ist kostenlos hier abrufbar. unter dem Link abrufbar.
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]]>Der Beitrag Globales Leseverstehen erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Um das Lese- bzw. Textverstehen zu fördern, sollen die SuS nach einem ersten Lesedurchgang jeweils ca. 5-10 Schlüsselbegriffe aus dem ausgewählten Text benennen und diese (nacheinander) bei AnswerGarden eintragen. So entsteht eine Begriffswolke zu dem Text. Aus den in der Wolke angezeigten Begriffen können erste Rückschlüsse darüber gezogen werden, wie der Text – in Bezug auf die Klasse – grob verstanden wurde. Weiterhin bietet die Wolke an sich einen Einstieg in die Textbesprechung.
Welche Vorteile sind durch die Eingabe der Begriffe mithilfe von AnswerGarden verbunden?
Es ging hier um einen Auszug aus der ‘Rivers of Blood’ speech von Powell. Die Wolke auf dem Bild ist unkorrigiert.
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Der Beitrag Globales Leseverstehen erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Der Beitrag Wortfeldarbeit erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>In diesem Beispiel ist das Thema The Grand Canyon. Die Frage wird mit AnswerGarden einfach und schnell generiert, die SuS bekommen den entsprechende Link und tippen dann ihre Wörter ein. Da Mehrfachantworten groß angezeigt werden, sieht man schnell, welche Vokabeln viele der SuS bereits gut kennen und/oder besonders zentral für das Thema sind. Weniger bekannte (kleiner angezeigte) Wörter können in einer kurzen Besprechung wiederholt und Rechtschreibfehler (z.B. an einer Tafel oder mit einem Tablet – Screenshot machen, auf Fotos tippen, Foto auswählen, mit Stift des Tablets Foto bearbeiten) korrigiert werden (Anmerkung: Die Wolke im Foto ist unkorrigiert). Die Aktivität wurde in diesem Fall als Einstieg genutzt, sodass diese Wortwolke auch eine Hilfe für die Erarbeitung (z.B. in den Bereichen ‚Sprechen‘ oder ‚Schreiben‘) darstellen kann.
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Mehr Infos zu AnswerGarden findest du unter dem entsprechenden Schlagwort auf diesem Blog oder direkt auf der Seite https://www.answergarden.ch/.
Der Beitrag Wortfeldarbeit erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Der Beitrag Figuren verstehen erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Ein Beispiel aus dem Unterricht zu Lessings ,,Nathan der Weise“
In ein Padlet zu den Themen ‚Handlungsverlauf und Figuren‘ wurden verschiedene AnswerGarden hochgeladen, in denen – nach einem ersten Lesedurchgang – Eindrücke von der jeweiligen Figur festgehalten werden sollten. Im Bild seht ihr ein Beispiel zu “Nathan” aus dem Drama (dramatischen Gedicht) ,,Nathan der Weise“ von Lessing. Die Besprechung der Antworten führt zu der Frage, wie diese Aspekte zu begründen sind. Schon ist man mitten im Text und in einer angeregten Diskussion über das Verhalten der Figur(en) im Handlungsverlauf sowie ihren Eigenschaften. Einzelne Textstellen können dann natürlich im weiteren Verlauf des Unterrichts genauer analysiert werden.
PS: Die Schreibung im Bild ist unkorrigiert und wird wegen der Voreinstellung von AG klein angezeigt. (Unbezahlte Werbung)
Hier findest du weitere Ideen für den Literaturunterricht.
Der Beitrag Figuren verstehen erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Der Beitrag ANSWERGARDEN erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
]]>Mit AnswerGarden ist das ganz unkompliziert möglich. Dazu kannst du auf der Seite http://www.answergarden.ch eine Frage generieren, den SuS den erzeugten Link geben und diese fleißig Antworten eintippen lassen. Das Resultat: Eine Ideenwolke, bei der mehrfach genannte Wörter entsprechend größer angezeigt werden. Elemente können als Lehrer*in gelöscht, nicht aber verschoben und gruppiert werden. Dazu solltest du bei der Erstellung eines AnswerGardens den Morderator-Modus anklicken, damit du die von den SuS eingetippten Antworten vor der Veröffentlichung anschauen und bearbeiten kannst.
Wie wir Wortwolken im Unterricht korrigieren, kannst du hier nachlesen.
Mehr Ideen zum Einsatz von AnswerGarden findest du durch Anklicken des Schlagwortes in der Tag-Wolke unten auf dieser Seite.
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Der Beitrag ANSWERGARDEN erschien zuerst auf Digitales Klassenzimmer.
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